Osnabrück  Viel Geld für einen roten Rosenplatz: FDP Osnabrück würde das Geld gern sparen

Jörg Sanders
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Von Jörg Sanders
| 02.02.2026 09:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
November 2025: wieder freie Fahrt auf dem Rosenplatz in Osnabrück – in ungewohntem Grau. Foto: Thomas Wübker
November 2025: wieder freie Fahrt auf dem Rosenplatz in Osnabrück – in ungewohntem Grau. Foto: Thomas Wübker
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Der aktuell graue Rosenplatz in Osnabrück soll bald wieder rot werden. Ein paar hunderttausend Euro kostet das. Geld, das die Stadt gut gebrauchen könnte, aber nicht einsparen kann.

Der Rosenplatz in Osnabrück soll nach seiner Sanierung wieder rot werden. 400.000 Euro wird das kosten. Geld, das die FDP gern sparen würde. Geld, das die Stadt aber nicht sparen darf.

„Kann man das nicht besser einsparen“, fragte Oliver Hasskamp von der FDP jüngst im Stadtentwicklungsausschuss in Anbetracht der desolaten Haushaltslage.

Diese Frage traf Stadtbaurat Thimo Weitemeier unvorbereitet. Die rote Platzgestaltung sei aus einem Wettbewerb hervorgegangen und auch von der Politik beschlossen worden. „Ich wäre nicht auf Idee gekommen, dass in Frage zu stellen“, so Weitemeier.

Ohnehin sind der Stadt die Hände gebunden. „Wir sollten das wieder so herstellen und müssen das auch wohl so machen“, sagte Mike Bohne, Leiter des Fachbereichs Geodaten und Verkehrsanlagen.

Hintergrund: Die damalige Umgestaltung war das Ergebnis eines Wettbewerbs. Radikale Änderungen am Siegerentwurf mitsamt seiner Rottöne würden das Urheberrecht des Architekten verletzen – auch nach einer Sanierung. Zudem bestünde die Gefahr, dass die Stadt erhaltene Fördergelder an Land und Bund zurücküberweisen müsste.

Also wird der Rosenplatz in diesem Frühjahr wieder seine rote Farbe erhalten. Auf insgesamt 1,7 Millionen Euro hatte die Stadt die Sanierung beziffert.

2012 war der neu gestaltete Rosenplatz freigegeben worden. Bereits sieben bis acht Jahre später wurden die ersten kleinen Risse sichtbar. Dutzende Betonplatten waren am Ende beschädigt. Die Bauweise mit zwei Betonschichten erwies sich Experten zufolge als untauglich, weil sie keine Einheit bildeten.

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