Bremen Kassen- und Hygienemängel: Polizei schließt Bar und Grillhaus nach Kontrollen
Großeinsatz in Bremen: Die Polizei ist in mehreren Stadtteilen gemeinsam mit dem Ordnungsamt und dem Zoll gegen Drogenkriminalität und Missstände in Gewerbebetrieben vorgegangen. Wegen erheblicher Kassen- und Hygienemängel wurden zwei Betriebe sofort geschlossen.
Ein behördenübergreifender Großeinsatz hat in mehreren Bremer Stadtteilen zu zahlreichen Anzeigen und zwei Betriebsschließungen geführt. Wie die Polizei mitteilt, waren die Beamten am Mittwoch gemeinsam mit dem Ordnungsamt, dem Zoll, dem Finanzamt und weiteren Behörden in Mitte, der Östlichen Vorstadt sowie in der Neustadt und Huchting präsent.
Ab 14 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte mehr als 100 Personen. Dabei standen insbesondere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz im Fokus. Die Polizisten schritten bei Drogenverkäufen ein und stellten Substanzen wie Cannabis, Kokain und Ecstasy sowie Bargeld sicher. Neben Platzverweisen kam es auch zu Wohnungsdurchsuchungen. Im Hohentorspark stellten zivile Kräfte zudem Crack und Kokain bei mehreren Personen sicher. Eine 19-Jährige wurde vorläufig festgenommen, da sie mehrere Verkaufseinheiten Crack mit sich führte.
Parallel dazu überprüften die Behörden insgesamt zwölf Gewerbeeinheiten, darunter Kioske und Imbisse in Huchting und der Neustadt. Die Bilanz fiel drastisch aus: Ein Grillhaus und eine Bar mussten wegen erheblicher Kassen- und Hygienemängel sofort geschlossen werden. In der Bar entdeckten die Ermittler zudem ein Luftgewehr, während der Zoll eine größere Menge Tabak sicherstellte.
In weiteren Betrieben stellten die Prüfer fehlerhafte Preisauszeichnungen fest. Darüber hinaus wurden fehlende Steuerschulden eingezogen. Zudem ergaben sich in mehreren Fällen Hinweise auf Schwarzarbeit. Die Polizei Bremen kündigte an, diese behördenübergreifenden Kontrollen auch in Zukunft gezielt fortzusetzen.