Osnabrück Zu Gast in Saarbrücken: Was die Fans des VfL Osnabrück vor dem Anpfiff wissen sollten
Am Samstag geht die Auswärtsreise des VfL Osnabrück in der 3. Fußball-Liga zum 1. FC Saarbrücken (Anpfiff: 14 Uhr). Was die lila-weißen Fans vor der Reise in die Landeshauptstadt des Saarlands und in das Ludwigsparkstadion wissen müssen.
Nur 262 Zuschauer mehr als die Bremer Brücke fasst das Ludwigsparkstadion mit seinen 16.003 Plätzen, das in den bislang zehn ausgetragenen Liga-Heimspielen jedoch noch nicht einmal ausverkauft war – der VfL Osnabrück meldete diese Saison hingegen schon fünfmal ein volles Haus. In die Heimstätte des 1. FC Saarbrücken kamen bisher im Schnitt 12.819 Zuschauer. Rund 1200 lila-weiße Fans werden die Mannschaft von Trainer Timo Schultz in die saarländische Landeshauptstadt begleiten: Ein Großteil davon wird die 346 Kilometer lange Reise mit dem Sonderzug antreten, der bereits ausgebucht ist und von der Fanszene organisiert wurde.
Der Zug fährt um 5.03 Uhr auf Gleis 1 am Osnabrücker Hauptbahnhof ab (Ankunft: 12 Uhr). Die Rückfahrt am Saarbrücker Hauptbahnhof erfolgt um 17:15 Uhr auf Gleis 14 (Ankunft: 0:43 Uhr). Das Stadion öffnet um 12.20 Uhr, die Tageskasse um 12.30 Uhr: Hier gibt es noch die Möglichkeit, sich ein Ticket zu kaufen. Im Stehplatzbereich (C2 und C3) kosten die Karten für VfL-Fans 12,50 Euro (Vollzahler), im Sitzplatzbereich (C1) direkt daneben sind noch Tickets zum Preis von 25 Euro (Vollzahler) verfügbar.
Im Südwesten Deutschlands werden leicht höhere Temperaturen als in Osnabrück erwartet, schönes Fußballwetter wird es aber nicht geben. Zum Anpfiff steigt das Thermometer zwar auf neun Grad, jedoch soll es leicht regnen und aus südlicher Richtung wird leichter Wind prognostiziert. Die Sonne lässt sich am frühen Samstagnachmittag wahrscheinlich nicht blicken, es bleibt bewölkt – viele Faktoren, die für ein umkämpftes Spiel sprechen.
16 Millionen Euro sollte der Umbau der Arena im Stadtteil Malstatt im Nordwesten der saarländischen Landeshauptstadt kosten, so lautete die Aussage der Stadt Saarbrücken im Vorfeld. Im Jahr 2015 wurde mit den Abrissarbeiten des alten Ludwigsparkstadions begonnen, Ende Dezember desselben Jahres fand dort das letzte Spiel statt. Seit dem Baubeginn im Jahr 2016, bei dem unter anderem die Leichtathletikanlage um das Spielfeld herum entfernt wurde, haben sich die Kosten für die Modernisierung in den folgenden Jahren in etwa verdreifacht – und der Umbau ist noch nicht vollends abgeschlossen.
Zwar konnten die Saarbrücker Ende September 2020 als Drittliga-Aufsteiger bereits wieder ein Heimspiel vor Zuschauern austragen, jedoch wird am Standort immer noch gewerkelt. Zuletzt wurde immer wieder über einen Ausbau der Stadionkapazität von 16.003 auf rund 18.500 Zuschauer diskutiert, um das Ludwigsparkstadion zweitligatauglicher zu machen – als Tabellensechzehnter der 3. Liga rückt dieses Vorhaben zurzeit in weite Ferne. Dabei wurden die Nord- und Westtribüne in Betracht gezogen, jedoch lehnte der Verein dies bislang aus finanziellen Gründen ab.
Auch in der Saison 2023/24 sorgten die Blau-Schwarzen mit ihrer Heimspielstätte für bundesweite Aufmerksamkeit: Immer wieder stand der Platz vor den DFB-Pokalspielen gegen Bayern München und Borussia Mönchengladbach bei Regen unter Wasser. Im Sommer 2024 wurden schließlich ein neuer Rasen und Drainageleitungen verlegt.
Nicht in Saarbrücken, sondern in Osnabrück hat der VfL seine lila-weißen Mitglieder in das Cinema Arthouse eingeladen, um das Spiel am Samstag (14 Uhr) zu verfolgen. Die Anmeldung dafür ist bereits abgelaufen, wie der VfL auf der Website mitteilte. Bereits ab 13 Uhr öffnen sich die Türen des Kinos. 45 Minuten vor dem Anpfiff wird Moderator Harald Pistorius die VfL-Mitglieder gemeinsam mit Lothar Gans und einem Überraschungsgast auf die Partie einstimmen. Die Veranstaltung endet ungefähr um 16.15 Uhr, wie der Verein auf seiner Website bekanntgab.