Osnabrück Hallensport-Highlights: Topteams zu Gast bei Basketballerinnen der Panthers und des BBC
Richtungweisende Duelle stehen für die Basketballteams an: Die Panthers und der BBC bestreiten daheim Spitzenspiele, während die Dragons zum Härtetest nach Bochum fahren. Im Volleyball steht der VC Osnabrück vor einem schwierigen Auswärtsspiel nach langer Busreise – und beim VfL Lintorf steigt die Anspannung. Bissendorfs Handballer wollen beim Favoriten lange mithalten. Und Osnabrücks Langsprinter Kroll und Dammermann starten beim Hochkaräter in den Niederlanden.
Dritter gegen Vierter – Dritter gegen Erster: So lautet die Konstellation für die Heimspiele der Girolive Panthers und des BBC. Auch die Basketballer der Artland Dragons wollen ihre gute Ausgangslage im Playoff-Rennen festigen. Die Volleyballerinnen des VCO erwarten in Potsdam ein Spiel auf Augenhöhe, während der VfL Lintorf daheim gegen Bielefeld unter Druck steht. Die Handballer des TV Bissendorf-Holte wollen den Schwung vom jüngsten Remis mit nach Bielefeld nehmen. Die Hallensport-Highlights am Wochenende.
Nach dem 59:55-Erfolg im umkämpften Heimspiel gegen Syntainics MBC erwarten die Erstliga-Basketballerinnen der Girolive Panthers am Sonntagnachmittag den TK Hannover in eigener Halle: Das Topspiel der drittplatzierten Osnabrückerinnen (zehn Siege aus 16 Spielen) gegen den Tabellenvierten aus der Landeshauptstadt (neun Siege aus 16 Partien) dürfte nicht weniger spannend werden. Das Hinspiel gewannen die Panthers denkbar knapp mit 74:72.
„Das Spiel hat eine große Bedeutung. Wir wollen den Vorsprung auf zwei Siege ausbauen und den direkten Vergleich gewinnen. Aber das wird schwierig. Begegnungen zwischen Osnabrück und Hannover sind immer sehr aufregend“, sagt Panthers-Coach Sasa Cuic.
Die Basketballerinnen des BBC Osnabrück wollen daheim Wiedergutmachung betreiben für die Niederlage gegen Bochum. Doch für diese Mission erwartet der Tabellendritte am Sonntagnachmittag ausgerechnet den ungeschlagenen Spitzenreiter BG Veilchen aus Göttingen. „Wir haben großen Respekt, gehen aber auch mit viel Selbstvertrauen ins Heimspiel“, erklärt BBC-Trainer Radion Gross. Immerhin hat sein Team bisher zwölf Siege in 15 Zweitliga-Partien gesammelt, vor der 66:76-Pleite gegen Bochum gab es fünf Erfolge nacheinander.
Nach dem Heimsieg gegen Nürnberg wartet auf die Artland Dragons am Freitag (19.30 Uhr) die nächste richtungsweisende Aufgabe in der 2. Basketball-Bundesliga: Bei den Sparkassen-Stars Bochum geht es für den Tabellenfünften (13 Siege aus 19 Spielen) darum, die gute Ausgangslage im Playoff-Rennen zu festigen. Das Hinspiel entschieden die Dragons mit 104:87 für sich.
Bochum zeichnet sich in dieser Saison durch seine aggressive Defensive aus. Gleichzeitig agieren die Ruhrstädter sehr kontrolliert im Spielaufbau. Bochum ist Achter und belegt damit den letzten Playoff-Rang. „Auch wenn das Hinspiel sehr deutlich war, sind wir uns bewusst, dass Bochum vor heimischer Kulisse gefährlich ist. Ich erwarte ein ganz anderes Spiel. Wir sind sehr gut drauf und haben defensiv eine immer klarere Idee von dem, was wir machen müssen, um erfolgreich zu sein. Daran werden wir jetzt anknüpfen und hoffentlich am Freitag den nächsten Sieg einfahren“, sagt Headcoach Hendrik Gruhn.
Wir berichten im Liveblog vom Dragons-Auswärtsspiel.
Die unangenehme Pflicht am vergangenen Wochenende mit dem 3:1-Sieg beim VCO Münster ist erfüllt, nun wollen die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück am Samstag (16 Uhr) beim SC Potsdam II den achten Saisonsieg einfahren – auch ohne Druck. Platz sechs (20 Punkte, 15 Spiele) ist für den Aufsteiger eine schöne Momentaufnahme. Die lange Busreise hin und zurück am Spieltag soll für den Ausgang der richtungsweisenden Partie keine große Rolle spielen.
Das Hinspiel in Osnabrück gewannen die aktuell neuntplatzierten Brandenburgerinnen mit 3:1. Doch das Selbstvertrauen im VCO-Lager ist mittlerweile gewachsen. Trainer Gunnar Kraus erwartet ein enges Match. „Wir haben jetzt eine gute Ausgangslage für den Rest der Saison. Wir haben uns im Vergleich zum Hinspiel enorm gesteigert. Deswegen glaube ich, dass es auf jeden Fall zu Punkten reichen wird“, meint Kraus.
Die Drittliga-Volleyballer des VfL Lintorf sind im Sportjahr 2026 noch nicht in der Spur: Nach zwei Niederlagen in Brühl und Hürth folgen nun fünf Heimspiele nacheinander, in denen der Schalter schnell umgelegt werden muss. Denn der Tabellensiebte hat nur noch einen Punkt Vorsprung vor der potenziellen Abstiegszone, die von Platz neun bis zwölf reicht. Zum Auftakt der Heimspielwochen gastiert am Samstagabend der Vorletzte TPSV Bielefeld in der Lintorfer Halle.
„Hoffentlich können wir die Tabellensituation ausblenden und zu Hause in unseren Rhythmus finden“, äußert Lintorf-Trainer Ewald Derksen. Sein Team hatte zu Saisonbeginn die Tabelle zeitweilig angeführt, den Abstiegskampf kennen die vielen Youngster beim VfL hingegen noch nicht. „Wir wollen mit Lockerheit im Kopf, aber vollem Einsatz spielen, um den Druck für die nächsten Spiele nicht noch größer werden zu lassen“, erklärt Derksen den Matchplan.
Nach dem erkämpften Punktgewinn beim 35:35-Remis gegen den Tabellensiebten Fredenbeck gastiert der abstiegsbedrohte Handball-Drittligist TV Bissendorf-Holte am Samstag (18 Uhr) bei der sechstplatzierten TSG Bielefeld. Das Hinspiel verlor Bissendorf in eigener Halle mit 27:33, konnte aber bis zur 50. Minute gut mithalten.
„Bielefeld ist klar in der Favoritenrolle. Trotzdem wollen wir den Gastgeber ärgern und das Spiel wieder so lange wie möglich offen gestalten. Dazu brauchen wir die Mentalität aus dem Fredenbeck-Spiel“, erklärt TVBH-Trainer Timon Döring. Sein Team ist nach 17 Partien aktuell Drittletzter in der Tabelle, viele Teams in der Abstiegszone liegen fast gleichauf.
Bei der U23-EM sicherte Sprinter Florian Kroll (LG Osnabrück) der deutschen 4 x 400-Meter-Staffel mit einer fulminanten Schlussrunde Bronze. Auf der Zielgerade rückte Jonas Phijffers, Europameister im Einzelfinale, immer näher – am Ende lag das deutsche Team sechs Hundertstel vorn. In der Arena von Apeldoorn kommt es dieses Wochenende zur Revanche. Kroll eröffnet als Deutscher Hallenmeister die Hallensaison gegen den niederländischen Europameister sowie weitere niederländische Top-Langsprinter. Mit dabei Fabian Dammermann, der vor zwei Wochen in Luxemburg mit 46,92 Sekunden bemerkenswert einstieg und derzeit Platz zwei in Deutschland belegt.
Bei der Veranstaltung außerdem am Start sind die LGO-Athleten Mika Pikutzki (800 Meter) und Matthias Apel (1.500 Meter), die sich nach erfüllten DM-Normen auf internationaler Ebene bewähren wollen.