Erneut Schnee in Aurich Wenig Unfälle, gut geräumte Hauptstraßen und kein schulfrei
Fahrende Räumdienste und Schulbusse sowie vorsichtige Autofahrer sorgen für eine entspannte Lage in Aurich. Warum die Schule nicht ausgefallen ist.
Aurich - Der Winter gab am Mittwoch ein erneutes Gastspiel in Ostfriesland. In den frühen Morgenstunden überzog er auch Aurich mit einer Schneeschicht. Das befürchtete Schnee-Chaos blieb allerdings aus. „Die Kolleginnen und Kollegen der Kreisstraßenmeisterei sind seit 3 Uhr in der Früh in zwei Schichten dabei, die Fahrbahnen zu räumen und zu streuen. Größere Probleme hat es dabei bislang nicht gegeben“, teilte Rainer Müller-Gummels, Pressesprecher des Landkreises Aurich, auf Anfrage mit. Und so waren die Hauptstraßen zum einsetzenden morgendlichen Berufsverkehr frei.
Anders sah das auf vielen Geh- und Radwegen sowie den Nebenstraßen aus. Hier wurde es dann rutschig, wenn der Schnee zu einer kompakten Schicht festgefahren war. Vor allem für ältere oder gehbehinderte Menschen war das eine Herausforderung. In der Auricher Innenstadt fuhr der Streu- und Räumdienst und sorgte für halbwegs begehbares Pflaster, und die Geschäftsleute schwangen den Schneeschieber. Dennoch blieben am Vormittag viele Menschen wohl lieber zuhause, viel los war in der Fußgängerzone nicht.
Polizei meldet sieben Verkehrsunfälle in Aurich
Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund vermeldete bis zum Mittag sieben Verkehrsunfälle. Teilweise habe Glätte dabei eine Rolle gespielt, allerdings lasse sich nicht bei allen Unfällen eindeutig von witterungsbedingten Ursachen ausgehen, erklärte ein Sprecher. Insgesamt sei zwar ein Anstieg der Unfallzahlen zu verzeichnen, schwere Vorfälle habe es jedoch nicht gegeben. „Wir kommen gut hinterher“, fasste der Sprecher die Lage zusammen. Verletzte seien kaum oder gar nicht gemeldet worden.
Wann die Schule ausfällt
Mancher Schüler hatte am Morgen wohl noch auf einen schulfreien Tag gehofft., so wie bei Wintersturm „Elli“ vor rund zwei Wochen. Doch der Unterricht an den Schulen im Landkreis Aurich fand planmäßig statt. Für einen Schulentfall ist nämlich vor allem wichtig, ob und wie die Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer zur Schule gelangen. „Ein Ausfall der Schülerbeförderung ist notwendig, wenn diese aufgrund extremer Wetterverhältnisse nicht mehr gefahrlos durchgeführt werden kann. Zu solchen Wetterverhältnissen zählen beispielsweise drohendes Blitzeis in den Morgenstunden, starker Schneefall mit fehlendem Räumdienst oder orkanartiger Sturm“, erklärt Landkreis-Sprecher Müller-Gummels.
Meist falle die Entscheidung über einen möglichen Schulausfall in den frühen Morgenstunden, wobei versucht werde, diesen zeitlichen Rahmen, wenn irgend möglich, weiter zu fassen, damit Schulen, Eltern oder auch Caterer darauf reagieren könnten, so Müller-Gummels weiter. Grundlagen der Entscheidung seien der Wetterbericht sowie die Informationen der Kreisstraßenmeisterei, der beauftragten Verkehrsbetriebe und der Austausch mit den umliegenden Landkreisen und der Stadt Emden.