Osnabrück Ameos Klinikum Osnabrück wehrt sich gegen Vorwürfe vor geplanter Demo
Vor der für Mittwoch, 28. Januar, angekündigten Kundgebung am Ameos Klinikum Osnabrück meldet sich das Krankenhaus zu Wort. Es weist Vorwürfe im Zusammenhang mit der Abschiebung eines Patienten im Januar 2025 zurück.
Zum Anlass der für Mittwoch angekündigten Demonstration vor dem Ameos Klinikum Osnabrück meldet sich das Krankenhaus selbst zu Wort. Hintergrund ist die Abschiebung eines Mannes aus Gambia im Januar 2025. Das Klinikum weist eine Mitverantwortung zurück.
Am Mittwoch, 28. Januar, wollen die Gruppen „No Lager Osnabrück“ und „Gambia Solidarität“ um 17.30 Uhr vor dem Ameos Klinikum in der Knollstraße an den ersten Jahrestag der Abschiebung eines Mannes aus Gambia erinnern. Der Mann war im Januar 2025 aus einer stationären Behandlung heraus von der Polizei abgeholt worden. Unterstützer kritisieren die Abschiebung eines nach ihren Angaben akut suizidgefährdeten Patienten sowie eine Zusammenarbeit zwischen Klinik und Ausländerbehörde.
Das Ameos Klinikum Osnabrück stellt in seiner Mitteilung nun fest, dass Krankenhäuser einen medizinischen Versorgungs- und Pflegeauftrag erfüllen, jedoch keine Entscheidungs- oder Vollzugsbefugnis in ausländerrechtlichen Verfahren haben. Eine Mitverantwortung für Abschiebungen weist das Klinikum als sachlich unzutreffend zurück.
Die öffentliche Zuschreibung von Verantwortung für unangekündigte polizeiliche Maßnahmen sei falsch und rufschädigend, heißt es weiter. Zudem belasteten entsprechende Vorwürfe Mitarbeiter sowie Patienten in einem besonders sensiblen Umfeld erheblich. Pauschale Verunglimpfungen und persönliche Angriffe auf Beschäftigte verurteilt Ameos in seiner Mitteilung ausdrücklich. Zudem handele das Krankenhaus weder diskriminierend noch sei es Teil staatlicher Abschiebepraxis.