Osnabrück Was wird aus den Mango-Räumen bei Schäffer am Osnabrücker Nikolaiort?
Das Bekleidungsgeschäft Mango hat nach über zwei Jahrzehnten seine Räume am Osnabrücker Nikolaiort verlassen. Was aus ihnen wird, erzählt Schäffer-Geschäftsführer Tobias Schonebeck.
Seit Dezember vergangenen Jahres ist es offiziell: Die Osnabrücker Filiale der Modekette Mango zieht vom Nikolaiort aus, wo sie mehr als 20 Jahre Mieter im Kaufhaus Schäffer war, in die ehemaligen Räume von Sygn bei L+T um.
Nun ist Mango ausgezogen – und bei Schäffer wird seitdem nahezu ununterbrochen im Erdgeschoss gearbeitet. Ziel ist es, die freigewordene Fläche möglichst schnell neu zu beleben: „Wir wollen eine lebendige Innenstadt – und dazu gehören keine langen Umbauphasen“, sagt Schäffer-Geschäftsführer Tobias Schonebeck.
Der Rückbau habe direkt nach dem letzten Verkaufstag begonnen und sei schneller verlaufen als erwartet.
Zugleich betont Schonebeck, dass der Auszug von Mango nichts mit der Attraktivität des Standorts zu tun habe. Die Modemarke habe das Kaufhaus nach mehr als 20 Jahren verlassen, „weil sie eine deutlich größere Fläche brauchte“.
Bei Schäffer habe Mango ausschließlich das Damensortiment zeigen können. „Der Standort war gut, beide Seiten waren zufrieden“, sagt der Geschäftsführer.
Statt die rund 250 Quadratmeter große Fläche erneut zu vermieten, setzt Schäffer nun auf ein eigenes Konzept. „Vermieten ist immer das Einfachste, aber mir ist wichtig, dass das, was hier entsteht, für die Stadt eine Bereicherung ist“, so Schonebeck.
Zunächst sollen rund 200 Quadratmeter neu angebunden und vom Kaufhaus selbst bespielt werden. Künftig soll der Eingang nicht mehr wie ein schmaler Durchgang zwischen Parfümerie und Modeladen wirken, sondern hell und offen gestaltet sein. Er rechnet damit, dass noch im Februar die Arbeiten abgeschlossen und die Räume neu genutzt werden können.
Inhaltlich werden hier Trend-, Deko- und Geschenkartikel sowie Schmuck im Mittelpunkt stehen. Schonebeck spricht von „Dopamin-Deko“-Produkten, „die in diesen Zeiten gute Stimmung machen und Lust auf schöne Momente“.
Erst 2025 wurde das Café im 2. Stock komplett neugestaltet – was laut Schoenbeck viel Resonanz bei den Besuchern des Hauses gefunden hat. Auch deshalb werde Kulinarik perspektivisch Teil des Konzepts werden. „Warum nicht mit einem Espresso rein und mit einem Aperol wieder rausgehen?“ Kurzum: Das Erdgeschoss solle stärker als Visitenkarte des Hauses dienen: „Es soll neugierig machen auf mehr – auf das ganze Kaufhaus.“
Wann Mango am neuen Standort eröffnet, ist derzeit noch unklar. Weder bei L+T lässt sich ein konkretes Datum erfahren, noch äußert sich der spanische Modekonzern dazu.
Fest steht lediglich, dass derzeit noch umgebaut wird. Mango wird jedoch nicht den gesamten ehemaligen Sygn-Bereich nutzen: 91 Quadratmeter suchen dort weiterhin einen neuen Mieter.