Osnabrück  Probleme mit Falschparkern am neuen Radboulevard in Osnabrück

Jörg Sanders
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Von Jörg Sanders
| 27.01.2026 13:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der neue Fahrradboulevard am Osnabrücker Hauptbahnhof. Foto: Tobias Saalschmidt
Der neue Fahrradboulevard am Osnabrücker Hauptbahnhof. Foto: Tobias Saalschmidt
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Am neuen Radboulevard am Osnabrücker Hauptbahnhof kommt es zu Konflikten zwischen Rad- und Autofahrern – und zwischen Radfahrern und Radfahrern. Die Stadt will nachjustieren.

Im Dezember vergangenen Jahres freigegeben, und schon gibt es Probleme: Falschparker behindern Radfahrer am neuen Radboulevard am Hauptbahnhof, Autofahrer missachten ihre Vorfahrt. Falschparker gibt es aber auch unter den Radfahrern. Die Stadt prüft bereits, wie sie nachjustieren kann.

Am 12. Dezember hatte die Stadt den Radboulevard offiziell freigegeben – er führt direkt in die im Frühling 2023 eröffnete Radstation. Der direkte Weg sei immer wieder durch falsch parkende Autos versperrt. Ferner würden einige Autofahrer die Vorfahrt missachten, die Radfahrer auf dem Radboulevard haben, beklagen Radfahrer in sozialen Medien.

Der Stadt ist das bekannt. Sie prüft derzeit „verschiedene Möglichkeiten, die Erkennbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Flächen samt verkehrsrechtlicher Vorgaben zu verbessern, zum Beispiel durch Beschilderung oder bauliche Aspekte“, teilt Stadtsprecher Constantin Binder auf Anfrage mit. Ziel: dem falschen Befahren und Falschparken will sie „gezielt entgegengenwirken“.

Bereits jetzt kontrolliere der Verkehrsaußendienst der Stadt täglich den Bereich rund um den Hauptbahnhof, versichert der Stadtsprecher. „Wir werden die Kontrollen dort angesichts der veränderten Verkehrsführung nochmals verstärken.“

Stadtbaurat Thimo Weitemeier beklagte in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses aber auch Falschparker unter Radfahrern. Einige würden ihre Räder auf dem Radboulevard abstellen.

Für den Bau des Radboulevards hatte die Stadt auf dem Bahnhofsvorplatz hunderte Radbügel enfternt. Dafür entstanden neuen Abstellplätze in der Bruchstraße, weitere sollen folgen.

Weitemeier kündigte im Ausschuss an, Radfahrer auf falsch abgestellte Räder aufmerksam machen zu wollen. Werde auch das nicht helfen, kämen „verkehrsbehördliche Maßnahmen“ in Betracht. Damit dürfte das Entfernen der Räder gemeint sein. „Wir bleiben an dem Thema dran“, versicherte er.

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