Osnabrück Hallensport-Highlights: Bochum fährt den Basketballerinnen des BBC in die Parade
Im hochklassigen Basketball sind die Artland Dragons weiter auf Kurs und die Girolive Panthers zurück in der Spur, während die Siegesserie der BBC-Frauen endet. Im Volleyball beweist Zweitligist VC Osnabrück zum Abschluss des Doppelspieltags in Münster Moral, derweil braucht der VfL Lintorf in der 3. Liga die Trendwende. Und die Drittliga-Handballer des TV Bissendorf-Holte zeigen eine gute Reaktion.
Die Basketballteams Girolive Panthers Osnabrück und Artland Dragons feiern wichtige Erfolge, die BBC-Frauen unterliegen Bochum. Die Volleyballerinnen des VC Osnabrück holen drei Punkte aus dem Münster-Wochenende. Und die Handballer des TV Bissendorf-Holte erkämpfen sich einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Die Hallensport-Highlights des Wochenendes.
Die Basketballerinnen der Girolive Panthers haben am Sonntagnachmittag in der 1. Bundesliga ein bis zuletzt umkämpftes Heimspiel gegen das sechstplatzierte Team Syntainics MBC aus Halle mit 59:55 (15:18, 8:6, 12:9, 24:22) gewonnen. Es war der zehnte Sieg im 16. Spiel für den Tabellendritten aus Osnabrück. Topscorerin war Lina Sontag mit 19 Punkten.
„Das war ein ekliges Spiel und ein Arbeitssieg. Das Wichtigste sind die zwei Punkte“, konstatierte Trainer Sasa Cuic. Sein Team habe stark verteidigt und einem Gegner, der normalerweise 70 Punkte pro Spiel macht, nur 55 Punkte gegönnt. Nun gelte es, schon mit Blick auf die Playoffs in den nächsten Wochen in einen guten Rhythmus zu kommen und den dritten Platz zu verteidigen.
Die Basketballerinnen des BBC Osnabrück haben am Sonntagnachmittag das Heimspiel in der 2. Liga gegen die fünftplatzierten Astroladies aus Bochum mit 66:76 verloren (14:19, 18:20, 20:19, 14:18). Es war die erste Niederlage für den BBC nach zuvor fünf Erfolgen nacheinander. Die Black Bulls verlieren damit zwar den direkten Vergleich gegen Bochum, bleiben aber Tabellendritte.
Die Gastgeberinnen waren in der Schlosswallhalle zwar von Beginn an präsent und verteidigten gut, doch Bochum hatte die bessere Wurfausbeute. Während die Gäste zum Beispiel 42 Prozent aus dem Feld heraus trafen, lag diese Quote beim BBC nur bei 33 Prozent. Topscorerinnen bei den Gastgebern waren Tonia Dölle (16 Punkte) und Annemarie Potratz-Bramscher (15 Punkte).
Bereits am Donnerstagabend hatte der BBC das Nachholspiel beim Schlusslicht Hürther BC am Ende souverän mit 87:51 gewonnen.
Die Artland Dragons bleiben in der ProA weiter klar auf Kurs Richtung Playoffs. Gegen die Nürnberg Falcons feierten die Quakenbrücker Basketballer mit dem 90:80 (43:42) den 13. Sieg im 19. Spiel. Außerdem war es der dritte Erfolg hintereinander gegen ein Team aus den unteren Playoffrängen, sodass der Vorsprung auf den neunten Platz nun schon drei Siege beträgt.
Gegen Nürnberg hatte es dabei zunächst nicht nach einer Fortsetzung der Serie ausgesehen. Die Dragons bekamen auf beiden Seiten des Feldes keinen Zugriff auf das Geschehen und lagen viereinhalb Minuten vor der Pause mit 26:40 zurück. Doch die Drachen berappelten sich und legten bis zur Pause einen starken 17:2-Lauf hin. Interessant dabei: Beide Teams agierten weitgehend ohne gelernten Center. Diese fielen bei den Gästen aus, die Dragons passten sich an, woraus ein etwas ungewöhnliches Spiel entstand: „Es war ein sehr mobillastiges Spiel, da mussten wir uns auf Nürnberg einstellen. Das ist uns schließlich gut gelungen und so war es insgesamt mehr wie ein Fünf gegen Fünf auf dem Freiplatz als strukturierter Basketball“, sagte Trainer Hendrik Gruhn.
Auch in der zweiten Hälfte lief nicht alles glatt. Nach recht komfortabler Führung lief nicht mehr viel zusammen und nach dem dritten Viertel lagen die Dragons mit drei Punkten zurück (64:67), da vor allem die zweite Fünf an diesem Tag nicht wirklich funktionierte. Im Schlussviertel sorgten die Drachen aber für klare Verhältnisse. Neben dem erneut überragenden Ben Burnham (26 Punkte, 10 Rebounds) und Spielmacher Buzz Anthony (14 Punkte, 12 Assists) stach vor allem Elijah Ndi hervor. Der Youngster lieferte 19 Punkte, sieben Rebounds und noch viel mehr: „Ich bin mir sicher, dass wir das Spiel ohne Elijah verloren hätten. Nicht nur, was er spielerisch gemacht hat, sondern auch seine ganze Energie. Er hat das Team mitgerissen“, freute sich Gruhn.
Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben am Sonntagnachmittag beim Tabellenzwölften VCO Münster einen 3:1-Arbeitssieg errungen (25:21, 20:25, 25:21, 25:23). „Die Erleichterung ist sehr groß. Wir haben nur in den entscheidenden Momenten funktioniert, sonst war es ein Krampf. Am Ende zählen die drei Punkte. Das Wichtigste ist die Erkenntnis, dass wir nicht toll spielen und trotzdem gewinnen“, sagte Trainer Gunnar Kraus.
Nach harter Arbeit sicherte sich der Gast den ersten Durchgang. Im zweiten Abschnitt war die Fehlerquote bei den Osnabrückerinnen zu hoch. Auch im dritten Durchgang setzte sich das durchwachsene Spiel der Gäste fort, sie liefen lange einem Rückstand hinterher. Zum Satzende entdeckte der VCO jedoch das Gaspedal, ging dank seiner Aufschlagstärke in Front und erarbeitete sich die wichtige 2:1-Satzführung.
Im vierten Abschnitt erspielten sich die nun freier wirkenden Osnabrückerinnen mit viel Power eine 6:2-Führung. Münster hielt dagegen. Doch die Hasestädterinnen ließen mit großem Kampf und personellen Alternativen nichts mehr anbrennen. Riesenjubel brandete auf, als Jolina Tönsing mit dem entscheidenden Block den 3:1-Sieg sicherte.
Wertvollste Spielerin beim VCO wurde Zuspielerin Maja Sendner – wie bereits am Vortag: Teil eins des Doppelspieltages hatte der Aufsteiger am Samstagnachmittag beim Titelkandidaten USC Münster II glatt mit 0:3 Sätzen (19:25, 22:25, 18:25) verloren.
Die Drittliga-Volleyballer des VfL Lintorf haben am Sonntagnachmittag das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn TVA Hürth mit 1:3 Sätzen (24:26, 18:25, 25:18, 20:25) verloren. Lintorf ist nach dem 2:3 in Brühl in diesem Jahr damit noch ohne Sieg und mit 17 Punkten aus 13 Partien Tabellensiebter von zwölf Teams. „Das ist kein guter Start ins Jahr für uns“, konstatierte daher Trainer Ewald Derksen.
Der VfL hatte in Hürth einige Ausfälle zu verkraften, so fehlten neben Damian Jonczynski auch Stephan Massmann, Lars Wittkötter und Jan Honerkamp. Dennoch kam der Gast gut in die Partie und gab den ersten Satz knapp ab, nachdem er selbst einen Satzball vergeben hatte. Danach war laut Derksen ein kleiner Bruch im Spiel. Nach 0:2-Satzrückstand mobilisierten die Wittlager noch einmal alle Kräfte und holten den dritten Durchgang, blieben am Ende aber ohne Punkte. Damit schwindet der Lintorfer Puffer zur Abstiegszone. Das Team will in den kommenden fünf Heimspielen nacheinander die Negativspirale stoppen.
Die Handballer des TV Bissendorf-Holte haben am Samstagabend beim 35:35 im Heimspiel gegen den gut in die Saison gestarteten VfL Fredenbeck einen Punkt erkämpft. Damit konnte der abstiegsbedrohte Drittligist gegen den siebtplatzierten Aufsteiger wie erhofft Wiedergutmachung für die schwache Partie der Vorwoche betreiben, als es im Kellerduell gegen Anderten eine Niederlage setzte. Auch das Hinspiel in Fredenbeck war deutlich verloren gegangen. Treffsicherste Bissendorfer waren Lukas Tamms und Albert Brack mit je sieben Toren. „Wir haben jetzt ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Kompliment an die Mannschaft für ihre Moral und ihre kämpferische Einstellung“, betonte TVBH-Trainer Timon Döring.
Beide Teams boten sich in der Bissendorfer Halle ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Partie verlief sehr ausgeglichen. Im zweiten Durchgang lagen die Hausherren über weite Strecken knapp vorn, der Vorsprung betrug auch mal drei Tore. Doch mit dem 30:30 in der 52. Minute war der Gast wieder dran. „Die Jungs haben das trotzdem gut gemacht. Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt, der wichtig ist im Abstiegskampf“, bilanzierte Döring.