Landesförderung  Geldsegen für Vereine in Norden und der Krummhörn

| | 24.01.2026 15:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Im Marktpavillon in Norden ist mittlerweile eine Begegnungsstätte entstanden. Foto: Rebecca Kresse
Im Marktpavillon in Norden ist mittlerweile eine Begegnungsstätte entstanden. Foto: Rebecca Kresse
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Das Land Niedersachsen fördert Kulturprojekte in Ostfriesland. Die Vereine Kulturbrennerei DoKa und Ländliche Akademie Krummhörn erhalten Zuschüsse für innovative Initiativen.

Norden - Geldsegen für den Verein Kulturbrennerei Doka und die Ländliche Akademie Krummhörn e. V. Beide Vereine erhalten Geld von der niedersächsischen Landesregierung. Diese unterstützt im ersten Halbjahr 2026 soziokulturelle Vereine und Projekte in Niedersachsen mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Das teilte der SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Arends jetzt mit. Besonders freute er sich über die Förderzusagen für zwei Projekte in der Region.

Die Kulturbrennerei DoKa e.V. in Hage erhält für das Projekt „Kultur im Netzwerk – Ausbau digitaler und analoger Struktur“ eine Förderung in Höhe von 9.961,79 Euro. Die Ländliche Akademie Krummhörn e. V. in Krummhörn erhält für das Projekt „Gezeiten – Momo reist“ 12.450 Euro.

Vereine für soziales Miteinander

Der Verein Doka hat im Jahr 2024 den Marktpavillon in Norden von der Stadt für einen symbolischen Betrag gemietet und betreibt dort mittlerweile eine zentrale Begegnungsstätte mit Cafébetrieb, Kulturprogramm und Ausstellungen. Grundsätzlich möchte der Verein ein Projekt auf dem Doornkaat-Gelände aufbauen (wir berichteten). Bis das Gelände tatsächlich nutzbar ist, wird es aber noch eine ganze Weile dauern. Deshalb gab es von der Stadt das Angebot, als Übergang den Marktpavillon zu nutzen. Im Vordergrund steht dabei der „Marktpavillon für alle“. Zum einen entstand ein gemeinwohlorientiertes Café für alle Menschen in Norden. Dieses gastronomische Angebot ist eingebunden in einen kulturellen Begegnungsort.

Viele Veranstaltungen finden mittlerweile im Marktpavillon statt. Foto: Rebecca Kresse
Viele Veranstaltungen finden mittlerweile im Marktpavillon statt. Foto: Rebecca Kresse

„Die Zusage des Landesverbands Soziokultur freut uns sehr“, sagte Gesine Agena vom Vorstand auf Nachfrage und ergänzte: „Die Fördermittel aus dem Bereich der Strukturförderung werden wir dafür einsetzen, unsere Vernetzung vor Ort zu stärken und auch digital eine stärkere Struktur für uns und im Bereich Social Media aufzubauen.“ Der Plan ist es, eine Person auf Minijob-Basis anzustellen, die dem Verein im Bereich der Digitalisierung und der Präsenz in sozialen Medien weiter unterstützen wird. Ein zweiter wichtiger Punkt für den Verein ist ein Raum, für ein kleines Büro aber auch eine Lagermöglichkeit für nicht dauerhaft benötigte Ausstattung. „Perspektivisch soll hier in der Zusammenarbeit mit anderen Initiativen und Vereinen eine Ausleihbörse für Materialien für kulturelle Veranstaltungen entstehen“, sagte Agena. Im Rahmen des bewilligten Projektes werden soll außerdem die technische Ausstattung des Vereins durch ein Tablet erweitert werden, um die flexible Arbeit an unterschiedlichen Orten zu erhöhen.

Vereine können auch weiterhin Förderungen beantragen

Seit ihrer Gründung im Jahr 1982 setzt sich die Ländliche Akademie Krummhörn (LAK) als gemeinnütziger Verein dafür ein, die Kulturlandschaft Ostfrieslands aktiv mitzugestalten und zu bereichern. Das Programm reicht von künstlerischen und kreativ-handwerklichen Kursen bis hin zu abwechslungsreichen Veranstaltungen. In der LAK werden nicht nur traditionelle Bräuche gepflegt – auch moderne Musik- und Instrumentalkurse, Kunsthandwerk und Theaterprojekte finden hier ihren Platz. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die individuelle Förderung und Weiterentwicklung, sondern vor allem das Miteinander und die Freude an gemeinsamen Aktivitäten.

„Soziokulturelle Projekte wie diese bringen Menschen zusammen, stärken das Miteinander und fördern demokratisches Engagement vor Ort“, betonte Arends. „Die Förderung zeigt, wie wichtig Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist – gerade in unserer Region.“ Insgesamt fließen die Landesmittel in 36 Projekte, 37 Strukturmaßnahmen und 20 Investitionsvorhaben in ganz Niedersachsen. „Soziokulturelle Vereine sind zentrale Treffpunkte für die Region. Sie geben Menschen Raum, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Die Förderung durch das Land sichert diese wichtige Arbeit langfristig“, so Arends weiter.

Vereine können weiterhin Projekt- und Strukturförderung beim Landesverband Soziokultur beantragen. Die nächsten Stichtage sind der 30. April 2026 für das zweite Halbjahr 2026 sowie der 15. Oktober 2026 für das Förderjahr 2027. Regionalberater des Landesverbands unterstützen bei der Antragstellung, so Arends.

Janine Bohne (von links hinten), Gesine Agena, Tina Schipper, Monika Pfeifer, Jana Kremer, Timo Schneider, Katja Mehler (vorne links), Naveen Angepat, Frouwine Stoltmann und Nina Drolsbach vom Verein Kulturbrennerei Doka. Foto: Kulturbrennerei Doka
Janine Bohne (von links hinten), Gesine Agena, Tina Schipper, Monika Pfeifer, Jana Kremer, Timo Schneider, Katja Mehler (vorne links), Naveen Angepat, Frouwine Stoltmann und Nina Drolsbach vom Verein Kulturbrennerei Doka. Foto: Kulturbrennerei Doka

Hinte bekommt Geld aus Bedarfszuweisung

Neben der Landesförderung erhält auch die Gemeinde Hinte Geld für ihre Feuerwehr. Wie Arends mitteilte, unterstützt die Landesregierung 30 besonders finanzschwache Kommunen in Niedersachsen mit insgesamt rund 18,6 Millionen Euro aus dem Bedarfszuweisungsfonds. Von dieser Förderung profitiert auch die Gemeinde Hinte: Mit den Mitteln für die Beschaffung von Uniformen für die Freiwillige Feuerwehr wird die Gemeinde Hinte gezielt im Bereich des abwehrenden Brandschutzes unterstützt.

„Das ist eine sehr gute Nachricht für Hinte und die Menschen vor Ort“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Arends. „Unsere Feuerwehren leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung. Mit der Förderung in Höhe von 125.000 Euro können dringend notwendige Investitionen umgesetzt werden, die die Einsatzfähigkeit nachhaltig stärken.“

So funktionieren Bedarfszuweisungen

Die Bedarfszuweisungen dienen der Unterstützung notwendiger kommunaler Investitionen im Brandschutz. Gefördert werden unter anderem der Neubau, die Erweiterung und Sanierung von Feuerwehrhäusern sowie die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen, technischer Ausrüstung und Dienst- und Schutzkleidung, erklärte Arends. Die Förderquote beträgt in der Regel rund 75 Prozent der förderfähigen Kosten, bei größeren Projekten sind Zuschüsse von bis zu 1,6 Millionen Euro möglich.

Arends betont: „Der Investitionsbedarf der Kommunen im Brandschutz ist weiterhin hoch. Gerade angesichts steigender Kosten ist diese gezielte Unterstützung wichtig. Mit diesem Geld wird die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren im Land und das Engagement ihrer Mitglieder nachhaltig gestärkt – das kommt unser aller Sicherheit zugute.“ Der SPD-Abgeordnete ergänzt: „Es ist richtig und wichtig, dass das Land auch 2026 an der gezielten Unterstützung finanzschwacher Kommunen festhält. So stellen wir sicher, dass notwendige Investitionen nicht an engen Haushaltslagen scheitern – auch hier bei uns in der Gemeinde Hinte.“

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