Osnabrück Wohnungen, Praxen und Café: So soll der Neubau an der Osnabrücker Rehmstraße aussehen
An der Rehmstraße im Osnabrücker Stadtteil Wüste will die Lani Immobilien GmbH am Hoffmeyer-Platz mehr als 40 Millionen Euro in Wohnungen, Büros und Praxen investieren. 2026 soll es losgehen mit dem „Hoffmeyer-Carrée“. Die Pläne im Detail.
Es ist das derzeit größte Bauvorhaben im Osnabrücker Stadtteil Wüste: 2025 ist die alte Seifenfabrik Frömbling an der Ecke Rehmstraße/Lange Straße abgerissen worden. In diesem Jahr will die Lani Immobilien GmbH – eine Gesellschaft der Osnabrücker Bauunternehmerfamilie Köster – dort mit dem Bau von vier Häusern beginnen, dem „Hoffmeyer-Carrée“.
Geplant sind zwei Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen an der Langen Straße. An der Rehmstraße entstehen zwei weitere Gebäude mit Büros, Praxisräumen und einem gastronomischen Angebot im Erdgeschoss – angrenzend an den Hoffmeyerplatz, erläutert Lani-Geschäftsführer Tobias Schubert.
Wir treffen uns am Lani-Firmensitz an der Parkstraße, in der obersten Etage von Haus A des Osnabrücker Mediparks, der ebenfalls Lani gehört. Von dort oben hat man einen guten Blick auf das brachliegende 5300 Quadratmeter große Baugrundstück, auf dem das „Hoffmeyer-Carrée“ entstehen soll.
Schon jetzt sind dort Bagger am Werk, doch das ist noch nicht der eigentliche Baustart. Bauarbeiter bereiten eine Bohrung für Bodenproben vor, erläutert Schubert. Denn für die Wärmeversorgung des Wohn- und Bürokomplexes will das Unternehmen einen Eisspeicher bauen und muss dafür rund sieben Meter in die Tiefe baggern.
Das ist geplant:
Die Zufahrt zur Tiefgarage wird sich an der Langen Straße befinden. Lani will außerdem einen öffentlichen Durchgang für Fußgänger von der Langen Straße zum Medipark und damit bis zur Parkstraße anlegen.
Auf die Dächer der beiden Geschäftsgebäude an der Rehmstraße kommen Photovoltaikanlagen. Die Absorber mit Solarthermietechnik zur Unterstützung des Eisspeichers werden auf das Dach des mittleren Wohnhauses gebaut. Die Technik werde von unten und gegenüber nicht sichtbar sein, sagt Schubert. Sie wird auf den Dächern hinter Kanten verborgen.
Beim Abriss der alten Seifenfabrik und des zugehörigen Pferdestalls hat das Bauunternehmen Köster rund die Hälfte der über 100 Jahre alten Ziegelsteine „geerntet“ und aufbereitet. Sie sollen in die Fassade des einen Wohnhauses wieder sichtbar werden.
Die Architektur, an der die Büros „Mas Architektuur“ aus den Niederlanden und „Daily Space“ aus München gemeinsam gearbeitet haben, lässt auch Teile des abgerissenen Ziegelbaus stilistisch wiederauferstehen und erinnert so an die Vergangenheit des Quartiers.
Im Frühjahr 2026 wolle Lani den Bauantrag stellen. Wenige Wochen danach könne es mit dem Ausheben der Baugrube losgehen, hofft Geschäftsführer Tobias Schubert. „Wir rechnen mit 18 bis 24 Monaten Bauzeit.“ Auch den Hochbau führt Köster durch, sodass das gesamte Projekt in einer Unternehmensfamilie bleibt. Das Investitionsvolumen beziffert Schubert mit „mehr als 40 Millionen Euro“.
Zur künftigen Miethöhe der Wohnungen will Schubert sich noch nicht äußern, da es bis zur Vermietung ja noch dauern werde. „Es werden nicht die höchsten Mieten, aber natürlich soll es sich lohnen, dass wir hier investieren“, so Schubert. Lani setze auf „flächenoptimiertes Bauen“ und baue beispielsweise eine Drei-Zimmer-Wohnung kompakt auf 68 Quadratmetern Fläche. Der Quadratmeter koste dann zwar viel, „aber die Wohnung bleibt trotzdem bezahlbar.“