Osnabrück  „Straßenverhältnisse eine Katastrophe“: Blitzeis sorgte für über 200 Unfälle in Stadt und Landkreis Osnabrück

Corinna Berghahn
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Von Corinna Berghahn
| 23.01.2026 08:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wer sein Rad liebt, schiebt - jedenfalls an diesem 23. Januar, denn da sorgen die Witterungsbedingungen für extreme Glätte in und um Osnabrück. Foto: Benjamin Beutler
Wer sein Rad liebt, schiebt - jedenfalls an diesem 23. Januar, denn da sorgen die Witterungsbedingungen für extreme Glätte in und um Osnabrück. Foto: Benjamin Beutler
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Spiegelglatte Straßen haben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste am Freitagmorgen vor allem in der Region Osnabrück massiv gefordert. Rund 500 Einsätze registrierte die Polizeidirektion Osnabrück. 26 Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer beziehungsweise lebensgefährlich.

Am Freitagmorgen, 23. Januar, sorgte anhaltendes Blitzeis in Stadt und Landkreis Osnabrück für eine extrem angespannte Verkehrslage. In der Region Osnabrück registrierte die Polizei allein rund 260 Einsätze, der Großteil davon witterungsbedingte Verkehrsunfälle.

Viele Straßen waren kaum noch befahrbar, Lkw standen teilweise quer auf den Fahrbahnen, insbesondere in Steigungsbereichen. Auch Autobahnabschnitte wie die A1 bei Bramsche und Wallenhorst waren betroffen.

Insgesamt kam es direktionsweit zu 26 Verletzten. In Georgsmarienhütte wurde eine Person schwer verletzt, bei einem Unfall auf der A1 bei Bramsche erlitt eine weitere Person sogar lebensgefährliche Verletzungen. Trotz zahlreicher Unfälle gingen viele Einsätze glimpflich aus.

Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, beschreibt die Situation deutlich: „Die Straßenverhältnisse heute Morgen waren wirklich katastrophal. Es war überall spiegelglatt. Wir hatten alle Hände voll zu tun, bei den vielen Einsätzen überhaupt noch hinterher zu kommen.“

Bereits in den frühen Morgenstunden hatte die Polizei eindringlich gewarnt. „Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer – alle sind betroffen“, hieß es.

Der Appell war klar: „Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie es können. Die Lage ist einfach zu extrem.“ Die Einsatzkräfte sicherten Unfallstellen, leisteten Hilfe und arbeiteten zeitweise am Limit. Das Anrufaufkommen in den Leitstellen war überproportional hoch.

Neben der Region Osnabrück kam es auch im Emsland und in der Grafschaft Bentheim zu zahlreichen Einsätzen – dort zählte die Polizei rund 170 Einsätze. Im Landkreis Leer sowie in Teilen von Aurich wurden etwa 70 weitere Einsätze registriert, darunter Hilfeleistungen, Verkehrsunfälle und querstehende Lkw, unter anderem auf der A31. Im Kreis Steinfurt registrierte die Polizei 60 Verkehrsunfälle.

Insgesamt verzeichnete die Polizeidirektion Osnabrück vom Teutoburger Wald bis an die ostfriesische Küste rund 500 Einsätze, davon etwa 400 Verkehrsunfälle. Für die Polizei war der Freitagvormittag einer der einsatzreichsten der vergangenen Zeit.

Im Laufe des Vormittags beruhigte sich die Lage spürbar. Dennoch warnt die Polizei vor erneuter Glätte: „Auch die nächsten Tage sollten sich die Verkehrsteilnehmer auf glatte Straßen einstellen“, so Ellermann. Passend dazu warnt der DWD vor Glätte in der Nacht zum Samstag bis Samstagmittag.

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