München  WM-Boykott? Kimmich reagiert auf politische Diskussion

Maximilian Schwoch
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Von Maximilian Schwoch
| 22.01.2026 11:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Joshua Kimmich ist Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Foto: IMAGO/ActionPictures
Joshua Kimmich ist Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Foto: IMAGO/ActionPictures
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Politiker bringen aufgrund der Debatte um Grönland einen WM-Boykott ins Spiel. DFB-Kapitän Joshua Kimmich vertritt eine klare Meinung.

Die politischen Debatten um die USA haben inzwischen auch den Fußball erreicht, immer mehr deutsche und europäische Politiker bringen aufgrund des Konflikts um Grönland einen Boykott der WM 2026 ins Spiel. Diese findet im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko statt.

Nach dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Royale Union Saint-Gilloise wurde Joshua Kimmich auf einen möglichen WM-Boykott angesprochen. Seine Antwort fiel deutlich aus. „Ich nehme nicht mehr an der politischen Diskussion teil“, erklärte der Kapitän der Nationalmannschaft.

Seine Begründung: „Wir haben gemerkt, dass es nicht zielführend ist, wenn wir Spieler uns da zu sehr politisch äußern.“ Kimmich spielte mit dieser Aussage auf die vergangene WM 2022 in Katar an. Damals hatten Fragen um die Menschenrechte in dem Staat das Turnier im Vorfeld überschattet. Unter anderem hatte es tagelange Diskussionen um die „One-Love“-Binde gegeben, die schließlich von der FIFA kurzfristig verboten wurde. Vor dem verlorenen Auftaktspiel gegen Japan hielten sich die deutschen Spieler auf dem Mannschaftsfoto als Zeichen des Protests den Mund zu.

„Natürlich ist es auch unsere Verantwortung, sich bis zu einem gewissen Punkt zu äußern“, erklärte Kimmich. Der 30-Jährige betonte allerdings: „Aber ich glaube, da haben wir andere Menschen in Deutschland und beim DFB, die sich da besser auskennen und sich dazu äußern sollten.“

Der DFB hat sich zu der Boykott-Thematik bislang noch nicht geäußert. Während des Spiels am Mittwochabend, das die Bayern mit 2:0 gewannen, verkündete US-Präsident Donald Trump derweil eine Einigung in der Grönland-Frage und zog die angedrohten Strafzölle auf Waren aus Europa wieder zurück.

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