Osnabrück  Neujahrsempfang des Stadtmarketings: Osnabrück darf stolz auf sich sein!

Wilfried Hinrichs
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Von Wilfried Hinrichs
| 21.01.2026 11:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Gastgeber des Neujahrsempfangs: Ira Klusmann, Vorsitzende des Vereins Osnabrücker City-Marketing (OCM), und Alexander Illenseer, Geschäftsführer der Marketing Osnabrück GmbH (mO). Foto: Denise Matthey
Die Gastgeber des Neujahrsempfangs: Ira Klusmann, Vorsitzende des Vereins Osnabrücker City-Marketing (OCM), und Alexander Illenseer, Geschäftsführer der Marketing Osnabrück GmbH (mO). Foto: Denise Matthey
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Wer im Marketing arbeitet, ist schon berufsbedingt ein Optimist. Kein Wunder also, dass das Osnabrücker Citymarketing beim Neujahrsempfang die Vorzüge Osnabrücks besonders hervorhob. Selbst beim Dauerproblem Neumarkt überwog die Zuversicht.

Oberbürgermeisterin Katharina Pötter stöhnte kurz auf, als Moderatorin Svenja Streuter das Podiumsgespräch beim Neujahrsempfang des Stadtmarketings auf das Thema Neumarkt lenkte. Aber selbst bei diesem Osnabrücker Katastrophenthema gelang es Pötter, Optimismus zu verbreiten: 2026 werde mit den Bauarbeiten begonnen. „Dann wird es ein paar Jahre noch schlimmer werden“, so Pötter, aber die Lösung des jahrzehntealten Problems sei endlich in Sicht.

Es dürften etwa 150 Menschen gewesen sein, die im Rathaus den Worten der Oberbürgermeisterin lauschten. Die städtische Tochtergesellschaft Marketing Osnabrück, kurz mO, und der Verein Osnabrücker City-Marketing (OCM) hatten zum Neujahrsempfang geladen. Es ist traditionell das Netzwerktreffen für Menschen, die in der Osnabrücker Geschäftswelt, in der Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit aktiv sind.

Ausgangspunkt ist seit Jahren ein Podiumsgespräch. Dieses Mal dabei: OB Katharina Pötter, die Marketingchefs Alexander Illenseer und Jan Jansen sowie die OCM-Spitze mit Ira Klusmann und Mark Rauschen. Die Runde war sich einig, dass die Osnabrücker mit etwas mehr Stolz auf ihre Stadt blicken könnten. Am Tag der Niedersachsen im August habe sich die Friedensstadt von ihrer besten Seite gezeigt. „Osnabrück kann definitiv Großveranstaltung“, sagte Illenseer.

Die Altstadt, der Geschäftsmix, die gute Infrastruktur: „Ich gehe jeden Tag zu Fuß durch die Stadt und freue mich immer über die guten Seiten“, ergänzte Mark Rauschen. „Da ist Leben, da ist die Tür auf, da ist Licht an.“

Natürlich gebe es Handlungsbedarf, in der Krahnstraße zum Beispiel, in der südlichen Großen Straße und natürlich im Bereich Neumarkt/Johannisstraße. Aber die Weichen für die Zukunft seien gestellt, stellte Rauschen mit Optimismus in der Stimme fest.

Jan Jansen, Chef der Osnabrück-Halle und Beauftragter für den Neubau des Stadions an der Bremer Brücke, warb um Unterstützung für das Stadionprojekt – was gar nicht nötig gewesen wäre. Denn der Applaus zeigte, dass die übergroße Mehrheit im Friedenssaal die Grundsatzentscheidung des Rates unterstützt, das Stadion für 67 Millionen Euro zu erneuern und zu einer über den Fußball hinaus bedeutsamen Begegnungsstätte zu machen.

Dass sich Osnabrück selbst unterschätzt, ließ Ira Klusmann anklingen. Die Hotelmanagerin berichtete von Äußerungen ihrer Hotelgäste, die „begeistert“ gewesen seien von der Stadt, der Altstadt, den kulturellen Angeboten, der Geschäftswelt – „und den Menschen hier“. Viele Geschäftsreisende hätten gesagt, „ich komme mit meiner Familie noch mal wieder“.

Klusmann kündigte an, in diesem Jahr den Vorsitz des Osnabrücker City-Marketings abzugeben. Sie hatte 2011 das Amt vom damaligen L+T-Chef Dieter Rauschen übernommen. Der Kreis schließt sich nun: Vizepräsident Mark Rauschen ist bereit, für den Vorsitz zu kandidieren.

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