Osnabrück  Warum wurde der China-Imbiss Kim Long an der Iburger Straße geschlossen?

Corinna Berghahn
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Von Corinna Berghahn
| 21.01.2026 06:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Plötzlich geschlossen: Der China-Imbiss Kim Long an der Iburger Straße ist zu – und wird es auch bleiben. Die Gründe.

Nach jahrzehntelangem Betrieb an der Iburger Straße ist der China-Imbiss Kim Long seit Anfang Januar geschlossen. Über viele Jahre hinweg bot der Betrieb chinesische Gerichte zum Mitnehmen sowie Speisen für den Verzehr vor Ort an.

Ein Blick in die Räumlichkeiten zeigt derzeit Umbauarbeiten. An der Außentür informiert ein Aushang die Kundschaft über die Hintergründe der Schließung. „Aufgrund einer behördlichen Anordnung müssen wir unseren Laden mit sofortiger Wirkung schließen“, heißt es darauf. Weiter erklären die Betreiber, dass die Nutzung der Dunstabzugshaube untersagt worden sei. Eine Instandsetzung gemäß der Niedersächsischen Bauordnung sei „leider nicht möglich“.

Diese Angaben bestätigt auch ein Sprecher der Stadt. Demnach habe der Fachbereich Städtebau die Nutzung der Abzugsanlage per Bauaufsichtsanordnung untersagt, nachdem der zuständige Bezirksschornsteinfeger Mängel festgestellt hatte. Die Anlage habe sich nicht mehr in einem betriebs- und brandsicheren Zustand befunden und habe auch durch eine Reinigung nicht wiederhergestellt werden können.

Nach Informationen unserer Redaktion sei ein Umbau des Gebäudes nicht möglich beziehungsweise wirtschaftlich nicht vertretbar. Auch die Suche nach einem neuen Standort, der allen behördlichen Anforderungen entspreche, habe sich kurzfristig als nicht realisierbar erwiesen. Wie es mit dem Betrieb weitergeht, ist daher derzeit offen.

Ganz ausgeschlossen scheint eine Fortsetzung jedoch nicht: In dem Aushang kündigen die Betreiber an, dass sich „vielleicht in Zukunft eine neue Gelegenheit“ ergebe, die Gäste an einem anderen Standort wieder begrüßen zu dürfen. Ob ein solcher Standort aktuell gesucht oder bereits gefunden wird, bleibt unklar. Auf Anfrage unserer Redaktion reagierten die Betreiber bislang nicht.

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