Hannover Interaktive Beispiele: Wie geht schriftliches Dividieren – und wie die Alternative?
An Grundschulen in Niedersachsen soll bald das schriftliche Dividieren nicht mehr gelehrt werden. Stattdessen liegt der Fokus auf halbschriftlichem Dividieren. Ist das wirklich einfacher? Probieren Sie beide Varianten aus.
Niedersachsen hat eine große Debatte an den Schulen in Deutschland ausgelöst. Das Land wird ab kommendem Sommer das schriftliche Dividieren als verpflichtendes Lernelement für Grundschüler streichen.
Nach Angaben des Kultusministeriums sei dies „das komplexeste aller schriftlichen Rechenverfahren“ – und bei Grundschülern bestehe die Gefahr, dass sie die Methode zwar „kurzfristig memorieren, aber weder dauerhaft beherrschen noch die zugrunde liegenden Bedeutungen der Operation verstehen“.
Ministerin Julia Willie Hamburg bezeichnete diesen Schritt als qualitative Verbesserung der mathematischen Ausbildung. Die Fähigkeit soll jedoch nicht gänzlich wegfallen, sondern stattdessen in den weiterführenden Schulen vertieft werden.
Ein geeigneter Moment für Sie als Leser, sich noch einmal in die eigene Grundschulzeit zurückzuversetzen. Wissen Sie noch, wie man schriftlich dividiert? Falls nicht, können Sie das Rechenverfahren mit dem folgenden Beispiel interaktiv auffrischen:
Anstelle des schriftlichen Dividierens soll in den Grundschulen in Niedersachsen künftig halbschriftliches Dividieren im Fokus stehen. Eine große Zahl wird dabei in kleinere Zahlen aufgeteilt. Dann werden Divisionen im Kopf mit diesen kleineren Zahlen durchgeführt und alle Ergebnisse am Ende zusammengerechnet. Das interaktive Rechenverfahren dazu:
Das niedersächsische Kultusministerium sagte, dass beim halbschriftlichen Verfahren die Kinder „Rechenwege eigenständig strukturieren, Zwischenschritte sichtbar machen und die zugrunde liegenden Denkprozesse nachvollziehen“ können. „Erst wenn diese Basiskompetenzen gefestigt sind, können beziehungsweise sollten schriftliche Algorithmen so eingeführt werden, dass diese nicht mechanisch angewendet, sondern wirklich verstanden werden.“
Mit Material der dpa