Osnabrück Verletzte nach Schnee und Eis: So ist die Lage in den Osnabrücker Krankenhäusern
Nach dem Wintereinbruch am Wochenende werden in den Krankenhäusern der Region Osnabrück zahlreiche Verletzte behandelt. Einen Patienten erwischte es besonders schwer.
Am Wochenende war es in Stadt und Landkreis Osnabrück teilweise spiegelglatt. Am Montagmorgen gefror auf den Straßen der Regen. Da bleiben schwere Verletzungen leider nicht aus, wie unser Rundruf in den Krankenhäusern der Region zeigt.
Klinikum Osnabrück: Man habe am Sonntag einige Knochenbrüche nach Schlittenunfällen behandelt, sagte Lukas Liesenfeld, Chefarzt der Notaufnahme. Am Montagvormittag sei die Lage unauffällig gewesen.
Niels-Stensen-Klinikverbund: Ab Samstagmittag verzeichneten die Niels-Stensen-Krankenhäuser deutlich mehr Glatteisunfälle. Derzeit stünden viele Operationen an, teilte Sprecherin Ute Laumann am Montag mit.
Am Franziskus-Hospital Harderberg in Georgsmarienhütte seien eigens Mitarbeitende aus der Freizeit in den Dienst zurückgeholt worden. Auch das Christliche Klinikum Melle (CKM) verzeichne witterungsbedingt ein erhöhtes Patientenaufkommen.
Insbesondere mit den Folgen von Rodelunfällen hat aktuell das Marienhospital Osnabrück (MHO) zu tun. Viele Verletzte kämen mit gebrochenen Hand- und Sprunggelenken, so Laumann. „Sogar eine Wirbelsäulenverletzung war dabei.“ In den Operationssälen gebe es deshalb gerade viel zu tun.
Christliches Krankenhaus Quakenbrück: Im CKQ machte sich die Glätte kaum bemerkbar, berichtete Chefarzt Cornelis Veraart auf Anfrage. Das Wochenende sei aus Sicht des Krankenhauses ein normales gewesen.
Am Montagvormittag habe es eine Handvoll Gestürzter gegeben, „maximal fünf, aber keine dramatischen Sachen“, so der Facharzt für Allgemeinchirurgie. Heißt: verstauchte Knöchel oder dergleichen. Hätte er nicht gewusst, dass es glatt ist, hätte er im Krankenhaus nichts davon mitbekommen, erklärte Veraart.
Auf den Straßen in Stadt und Landkreis Osnabrück nahm die Polizei von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen 73 Verkehrsunfälle auf. Zumeist blieb es bei Blechschäden.