Osnabrück VfL Osnabrück: Arbeitsgericht legt Prozess um Kündigung von Antwerpen in den März
Der VfL Osnabrück wird sich mit seinen ehemaligen Trainern Marco Antwerpen und Frank Döpper vor dem Arbeitsgericht treffen - es geht um die Umstände der Kündigung der Coaches und viel Geld. Der Termin für den Prozess steht jetzt fest.
Zuerst war die Verhandlung im Dezember 2025 angesetzt, später unbestimmt auf Januar/Februar verschoben - nun steht fest, dass sich Fußball-Drittligist VfL Osnabrück und seine ehemaligen Trainer Marco Antwerpen und Frank Döpper erst im März vor dem Arbeitsgericht Osnabrück treffen werden. Dann geht es arbeitsrechtlich um die fristlose Kündigung, die der Verein im Sommer gegen die beiden Trainer ausgesprochen hatte. Antwerpen und Döpper sollen im Vorfeld des NFV-Pokalfinals gegen BW Lohne Ende Mai VfL-Rehatrainer Tim Schütte bedrängt haben, BW-Stürmer Bernd Riesselmann, zum damaligen Zeitpunkt vom VfL an Lohne ausgeliehen, von einem Einsatz im Finale abzuhalten.
Mit der Causa hatten sich sportrechtlich schon das DFB-Sportgericht und das DFB-Bundesgericht beschäftigt - eine Sperre von zwölf Monaten gegen Antwerpen wegen versuchter Spielmanipulation wandelte das Bundesgericht in eine dreimonatige Sperre wegen unsportlicher Verhaltensweise. Der Prozess vor dem Arbeitsgericht ist davon losgelöst zu sehen, weil es weniger um Sportparagrafen gehen wird, sondern mehr um das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und darum, ob die Kündigungen, die der VfL ausgesprochen hatte, rechtlich haltbar sind. Verhandelt wird am 10. März vor dem Arbeitsgericht - bis dahin haben beide Parteien theoretisch auch noch Zeit, sich außergerichtlich zu einigen.
Zunächst war der Prozess ins Jahr 2026 verschoben worden, weil der VfL einen umfangreichen Schriftsatz zum Thema eingereicht habe, der geprüft werden musste und das Arbeitsgericht sich entschied, Zeugen persönlich vorzuladen. Eine Erwiderung der von Anwalt Horst Kletke vertretenen Trainer brauchte nun feiertags- und urlaubsbedingt seine Zeit, zusätzlich sorgten terminliche Verpflichtungen der Prozessbeteiligten dafür, dass nun verbindlich erst der 10. März für die Verhandlung fixiert werden konnte.
Es geht um viel Geld. Bei den DFB-Verhandlungen in Frankfurt legten Antwerpen und Döpper offen, dass sich ihre Verträge mit dem Klassenerhalt im Sommer um zwei Jahre bis Sommer 2027 verlängert hatten. Sollte der VfL diese Saison aufsteigen, sogar um ein weiteres Jahr. Bei Antwerpen gehe es laut Kletke dann „um eine Million“. Der VfL hatte den Trainern zweimal gekündigt. Einmal kurz nach Saisonende, noch bevor der DFB-Kontrollausschuss ermittelte. Ein weiteres Mal nach dem Urteil des Sportgerichts.