Osnabrück  Kranzlegung und Sonderausstellung: Gedenken an NS-Opfer in Osnabrück

Bernhard Brockhaus
|
Von Bernhard Brockhaus
| 12.01.2026 12:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Artikel teilen:

Das Totengebet „El male Rachamim“ und wenig bekannte Lager: Osnabrück gedenkt der NS-Opfer mit Kranzlegungen und einer Sonderausstellung über frühe Konzentrationslager im Dritten Reich.

Am Dienstag, 27. Januar 2026, findet um 17 Uhr auf dem Osnabrücker Marktplatz die zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Stadt und Landkreis Osnabrück laden gemeinsam mit dem Landschaftsverband Osnabrücker Land (LVO) zur Teilnahme ein. Auch die Jüdische Gemeinde Osnabrück und der Niedersächsische Verband deutscher Sinti sind beteiligt.

Laut einer Pressemitteilung des LVO wird Oberbürgermeisterin Katharina Pötter an der Gedenktafel für die jüdischen Opfer zunächst eine kurze Ansprache halten. Danach sollen die Namen von Opfern des nationalsozialistischen Deutschlands verlesen werden. Zusammen mit Landrätin Anna Kebschull werde Pötter einen Kranz niederlegen. Baruch Chauskin, Kantor der Jüdischen Gemeinde, soll danach das Totengebet „El male Rachamim“ vortragen. Wenn möglich, wird zusätzlich das Kaddisch gesprochen.

An der Gedenktafel für die ermordeten Sinti und Roma an der Stadtwaage wird Mario Franz, Präsident des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti ein Gebet sprechen. Auch hier wollen Pötter und Kebschull einen Kranz niederlegen.

Zum Abschluss können alle Besucher Kränze oder Erinnerungszeichen niederlegen oder in Stille gedenken. Im Anschluss öffnet das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum eine Sonderausstellung, heißt es in der Mitteilung weiter. Unter dem Titel „Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ werden in der Ausstellung wenig bekannte Lager wie Ahrensbök und Breitenau thematisiert.

Ähnliche Artikel