Osnabrück  Schneeunfälle in Osnabrück: Verletzte nach Schlittenfahrten und Snowboard-Versuchen

Jean-Charles Fays
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Von Jean-Charles Fays
| 10.01.2026 16:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Winterliches Idyll am Osnabrücker Westerberg: Sonnenschein über einem verschneiten Acker am Samstagmittag. Friedlich wirkt die Landschaft hier, während andernorts Rodeln und Snowboard-Versuche an Hängen zu Stürzen, Prellungen und Armbrüchen führten. Foto: Jean-Charles Fays
Winterliches Idyll am Osnabrücker Westerberg: Sonnenschein über einem verschneiten Acker am Samstagmittag. Friedlich wirkt die Landschaft hier, während andernorts Rodeln und Snowboard-Versuche an Hängen zu Stürzen, Prellungen und Armbrüchen führten. Foto: Jean-Charles Fays
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Schnee und Glätte haben in der Region Osnabrück am Samstag mehrere Menschen in die Notaufnahmen gebracht. Kliniken mussten Verletzte nach Stürzen, Schlittenfahrten und missglückten Snowboard-Versuchen versorgen. Die Lage blieb aber insgesamt beherrschbar.

Die Folgen des Wintersturms „Elli“ haben sich in den Notaufnahmen der Region Osnabrück zeitversetzt bemerkbar gemacht. Insgesamt berichten die Kliniken von einem überschaubaren, aber erhöhten Patientenaufkommen infolge von Glätteunfällen und winterlichen Freizeitaktivitäten.

Am Klinikum Osnabrück verlief die Nacht zu Samstag zunächst ruhig. Dr. Lukas Liesenfeld, Chefarzt des Notaufnahmezentrums, hatte am Samstagmorgen gegen 10 Uhr zunächst Entwarnung gegeben. Zu diesem Zeitpunkt sei das Klinikum von größeren Katastrophen verschont geblieben.

Zwar habe es am Freitagnachmittag einen Unfall gegeben, bei dem ein Lkw mit einem Auto kollidierte, berichtete Liesenfeld, am Klinikum seien dabei jedoch lediglich Prellungen festgestellt worden. Von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen (10 Uhr) habe es demnach keinen relevanten Glätteunfall sowie keine ungewöhnlich hohe Zahl an Verletzten oder ein deutlich erhöhtes Patientenaufkommen gegeben. „Offenbar sind viele Menschen vorsichtig geblieben oder sie sind aufgrund der Wetterwarnungen einfach ganz zu Hause geblieben“, mutmaßte Liesenfeld.

Im weiteren Verlauf des Samstags änderte sich das Bild jedoch. Ab dem Vormittag nahm das Patientenaufkommen spürbar zu. Zwischen 10 und 15 Uhr kamen 15 Patienten wegen witterungsbedingter Stürze oder Freizeitunfälle in die Notaufnahme des Klinikums.

Dabei handelte es sich überwiegend um Prellungen und Verstauchungen, aber auch zwei Armbrüche mussten behandelt werden. „Die Verletzungen entstanden nach Schlittenfahrten sowie nach dem Versuch, mit einem Snowboard einen Hang hinunterzufahren“, erklärte Liesenfeld. Schwerere Verletzungen habe es aber nicht gegeben.

Auch die Niels-Stensen-Kliniken meldeten glättebedingte Verletzungen. Sprecherin Ute Laumann sagte, dass in der Notaufnahme des Marienhospitals Osnabrück mehrere Frakturen infolge von Stürzen behandelt werden mussten: „Es gab mehrere Oberschenkelhalsbrüche, insbesondere bei älteren Patienten“, so Laumann. In einzelnen Fällen seien auch außerplanmäßige Operationen notwendig gewesen.

Ein leicht erhöhtes Patientenaufkommen verzeichneten zudem das Christliche Klinikum Melle sowie das Franziskus-Hospital Harderberg in Georgsmarienhütte.

Insgesamt sei die Situation jedoch gut zu bewältigen gewesen, betonte Laumann. „Man merkt, dass die Menschen die Warnungen ernst genommen haben und insgesamt vorsichtig unterwegs gewesen sind.“

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