Wallenhorst  Eintracht Rulle schafft Fakten: Trainer Alexander Heinz kommt im Sommer vom VfR Voxtrup

Sven Schüer
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Von Sven Schüer
| 09.01.2026 06:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Voxtrup, Deutschland 06. Oktober 2024: Bezirksliga Weser-Ems 5 - 2024/2025 - VfR Voxtrup vs. BW Hollage Im Bild: Trainer Alexander Heinz (VfR) Foto: Stefan Gelhot
Voxtrup, Deutschland 06. Oktober 2024: Bezirksliga Weser-Ems 5 - 2024/2025 - VfR Voxtrup vs. BW Hollage Im Bild: Trainer Alexander Heinz (VfR) Foto: Stefan Gelhot
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Paukenschlag im Osnabrücker Amateurfußball: Alexander Heinz verlässt den VfR Voxtrup nach fünf Jahren im Sommer und wird zur Saison 2026/27 neuer Trainer beim TuS Eintracht Rulle. So kam der Wechsel zustande und das hat Heinz beim Bezirksligisten vor.

Fußball-Bezirksligist Eintracht Rulle hat einen namenhaften Nachfolger für seinen scheidenden Trainer Benjamin Hettwer gefunden. Alexander Heinz kommt im Sommer vom aktuellen Landesligisten VfR Voxtrup mit klaren Zielen. Sein Bruder folgt ihm aus Belm nach Rulle.

Der Wechsel läuft geräuschlos ab. Heinz informierte den VfR bereits im November, dass er seinen Vertrag in Voxtrup nicht verlängern werde. „Ich bin jetzt im fünften Jahr in Voxtrup und es macht mir nach wie vor sehr viel Spaß. Aber ich habe das Gefühl, dass der Zeitpunkt für etwas Neues gekommen ist und meine Ansprachen sich abnutzen. Es ist Zeit für einen Tapetenwechsel“, erklärt Heinz die Gründe für seine Entscheidung.

Der VfR verabschiedet damit eine seiner prägendsten Persönlichkeiten der letzten Jahre. „Wir bedauern seine Entscheidung natürlich sehr, aber wir verstehen und respektieren sie. Er hat uns in den letzten Jahren auf allen Ebenen viel gegeben und sich dabei immer voll mit dem VfR identifiziert. Daher ist er für uns weit mehr als nur der Trainer der ersten Mannschaft“, wird Abteilungsleiter Erik Ropken in einer Vereinsmitteilung zitiert. Mit Blick auf einen Nachfolger heißt es dort: „Derzeit arbeiten wir bereits an einer guten Lösung für die kommende Spielzeit. Wir möchten einen Trainer finden, der den eingeschlagenen Weg weiterentwickelt und das Fundament, das Alex geschaffen hat, fortführt.“

Rulles Fußballobmann Ansgar Hinrichs bekam über Umwege mit, dass Heinz im Sommer frei wird, und nahm direkt Kontakt auf. „Schon nach dem ersten Telefonat war ich sehr glücklich“, verrät Hinrichs, der bei der Suche nach einem Nachfolger von Benjamin Hettwer und seinem Bruder Marc vor allem auf Bezirksligaerfahrung schaute. Innerhalb weniger Tage einigten sich Heinz und die Eintracht auf eine Zusammenarbeit ab Sommer. Heinz Bruder Denis, aktuell noch bei Concordia Belm-Powe, wird sein Assistent. Die Eintracht setzt also erneut auf ein Brüderpaar.

Die Gründe für die schnelle Zusage in Rulle liegen für Heinz auf der Hand: „Der Verein hat immer ein gutes Bild abgegeben und sich sehr organisiert und strukturiert präsentiert. Der neue Kabinentrakt, die neue Tribüne, der Kunstrasenplatz in Lechtingen – das haben nicht viele Vereine in der Region.“ Auch im Kader sieht Heinz das Potenzial für eine Spitzenplatzierung in der Bezirksliga: „Das Ziel wird sein, die Mannschaft strukturell so aufzustellen, dass sie oben mitspielen kann. Das wollen wir aber Schritt für Schritt angehen.“

Das sieht auch Hinrichs so. Vorher muss Rulle allerdings noch den Klassenerhalt in der Bezirksliga dingfest machen. Aktuell liegt das Team nur zwei Punkte vor den Abstiegsrängen, hat aber gegenüber den meisten Kellerkindern noch Spiele in der Hinterhand. Unter Benjamin Hettwer und seinem Bruder Marc zeigte die Formkurve der Eintracht zuletzt deutlich nach oben. „Das wird aber noch ein harter Kampf“, ahnt Hinrichs.

Gleiches gilt auch für Heinz und den VfR im Abstiegskampf der Landesliga. Hier ist die Lage mit 16 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer bei bis zu drei Spielen in der Hinterhand allerdings deutlich komplizierter. „Der Fokus liegt bis zum Sommer noch voll auf dem Klassenerhalt“, betont Heinz, der dann in Rulle von Hettwer übernehmen wird. Der Kader wird bis dahin noch ein paar Änderungen erleben, verrät Hinrichs, ohne Namen zu nennen. Dennoch sind die Voraussetzungen gut für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

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