Gerätehaus auf der grünen Wiese  Das ist der Standort für die neue Feuerwehr in Upgant-Schott

| | 07.01.2026 19:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Thomas Weinert, Planer im Bauamt der Samtgemeinde Brookmerland, zeigt auf den Plan für den neuen Feuerwehrstandort Ost in Upgant-Schott. Foto: Thomas Dirks
Thomas Weinert, Planer im Bauamt der Samtgemeinde Brookmerland, zeigt auf den Plan für den neuen Feuerwehrstandort Ost in Upgant-Schott. Foto: Thomas Dirks
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Die Planungen für den neuen Feuerwehrstandort in Upgant-Schott laufen. Wann sie abgeschlossen sein sollen, und was sie aus Sicht der Verwaltung einfacher als beim Sportplatz macht.

Brookmerland - Mit einem Abschluss der Bauleitplanung für den neuen Feuerwehrstandort Ost an der Kirchstraße (Kreisstraße 118) in Osterupgant (Gemeinde Upgant-Schott) rechnet Thomas Weinert, Planer im Bauamt der Samtgemeinde Brookmerland, in wenigen Monaten. In diesem Frühjahr könnte der Rat der Gemeinde Upgant-Schott den Bebauungsplan (Nummer 0531) und der Samtgemeinderat die dafür erforderliche Änderung ihres Flächennutzungsplans beschließen, sagte Weinert bei der nach dem Baurecht vorgeschriebenen Öffentlichkeitsbeteiligung am Mittwoch in Marienhafe.

Vorausgesetzt, es läuft alles nach Plan. „Man weiß ja nie“, sagt Weinert. Nach den jüngsten Erfahrungen mit der Bauleitplanung für die zentrale Sportstätte in Marienhafe ist man im Marienhafer Rathaus auf Überraschungen gefasst. Danach sieht es aber bei der Planung für den neuen Feuerwehrstandort nicht aus.

„Normales Verfahren“

Weinert rechnet mit einem „normalen Verfahren“. Belange, die dieses erschweren könnten, sieht er nicht. Keine Altlasten im Boden, keine archäologische Funde, keine Wohnbebauung, keine Bedenken derjenigen, die im Verfahren gehört werden müssen und vor allem kein Fledermausproblem. Einige wenige gebe es zwar, allerdings hielten sie sich in den Gebäuden der benachbarten Baustoffhandlung auf.

Insgesamt umfasst der Plan 0531 eine 7000 Quadratmeter große Fläche südlich der Kirchstraße (Kreisstraße 118), die die Samtgemeinde 2022 als Grünland von zwei Brüdern aus Südbrookmerland gekauft hatte (wir berichteten). Das, so Weinert, sei eine „klassische Größe“ für ein Feuerwehrgrundstück. Das soll zwei Zufahrten von der Kirchstraße erhalten. Außerdem sind darauf Parkflächen und ein langgezogenes Regenrückhaltebecken, das Oberflächenwasser zwischenspeichern und dann gedrosselt an einen Graben zweiter Ordnung abgeben soll.

Auf dieser Fläche an der Kirchstraße gegenüber der Baustoffhandlung Jungenkrüger soll das neue Feuerwehrhaus gebaut werden. Foto: Thomas Dirks
Auf dieser Fläche an der Kirchstraße gegenüber der Baustoffhandlung Jungenkrüger soll das neue Feuerwehrhaus gebaut werden. Foto: Thomas Dirks

Architektonisch soll sich der Neubau in Osterupgant an dem kürzlich in Osteel in Betrieb genommenen neuen Wehrstandort Nord orientieren. Der in seinem Plan definierte „Bauteppich“ lasse den Architekten ausreichend Gestaltungsspielraum und Platz für eine mögliche spätere Erweiterung, so Weinert. Fest steht bereits, dass das neue Feuerwehrhaus eine maximale Höhe von zehn Meter über der Geländeoberkante haben und eingeschossig sein wird. „Das ist Standard für moderne Feuerwehrhäuser“, so der Planer.

Umrahmt werden Haupt- und Nebengebäude von einem Grüngürtel, in dem heimische Bäume, Sträucher und Kräuter angepflanzt werden sollen. „Damit werten wir das Gebiet auf“, erklärt Weinert. Bisher ist die Fläche schnödes Grünland, das landwirtschaftlich intensiv genutzt worden sei. „Das ist ein artenarmes Land“, so Weinert. Wildkräuter finden sich dort nicht. Das meiste, das dort wachse sei eingesät. „Natur und Landschaft sind niedrigschwellig“, sagt Weinert. Daher sei eine weitere externe Kompensierung, also ein Ausgleich für zerstörte Natur, auch nicht notwendig. „Das Plangebiet kompensiert sich selbst“, sagt der Planer. Gleichwohl habe die Verwaltung ihre Hausaufgaben gemacht, ökologische Gutachten angefordert und im Umweltbericht zum Bebauungsplan berücksichtigt, betont Weinert.

Parallelverfahren

Damit das neue Feuerwehrhaus auf die grüne Wiese gebaut werden kann, muss sowohl im Bebauungsplan als auch im Flächennutzungsplan der Bereich neu definiert werden. Aus der Fläche für Landwirtschaft wird eine für den Gemeinbedarf mit der Zweckbindung Feuerwehr, erläutert Weinert.

Die Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung des Bebauungsplans laufen parallel. „Das ist ein Pärchen, das Hand in Hand läuft“, verdeutlicht der Samtgemeindeplaner.

Der künftige Feuerwehrstandort in Osterupgant trägt die Bezeichnung „Ost“. „Nord“ befindet sich in Osteel, „West“ nennt sich künftig die Feuerwehr in Upgant-Schott. Mit Standort „Süd“ wird die Feuerwehr in Wirdum betitelt.

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