Osnabrück  Osnabrücker Hallenmasters: Auf diese vier Spieler gilt es zu achten

Dennis Kurth, Malte Artmeier
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Von Dennis Kurth, Malte Artmeier
| 06.01.2026 16:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Um diese Pokale geht es am kommenden Wochenende beim Osnabrücker Hallenmasters in Belm. Foto: Swaantje Hehmann
Um diese Pokale geht es am kommenden Wochenende beim Osnabrücker Hallenmasters in Belm. Foto: Swaantje Hehmann
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Das Osnabrücker Hallenmasters steigt am kommenden Wochenende in Belm. Die vier Qualifikationsturniere haben jeweils einen Amateurfußballer hervorgebracht, auf den es zu achten gilt. Wer sie sind und was sie auszeichnet.

Sein Stern ging in der Halle auf, nun folgt für Felix Trentmann die zweite Masters-Teilnahme im Trikot des SC Glandorf: Mit zarten 19 Jahren lief der heutige Kapitän des Bezirksligisten erstmals beim Hüggelcup 2019 auf, wo sich die Glandorfer als Vierter für das damals ebenfalls in Belm ausgetragene Masters qualifizieren konnten. Bei der Endausscheidung lief Trentmann zur Höchstform auf und führte sein Team federführend ins Halbfinale. Zur Überraschung fast aller Zuschauer wurde Trentmann 2020 der eigentlich fällige Titel als „Spieler des Turniers“ verwehrt.

Diese Individualauszeichnung holte sich der heute 25-Jährige beim Hüggelcup 2025. Trentmann und der SCG spielen einen kontrollierten Hallenfußball ohne großes Spektakel, punkten aber vor allem durch Effektivität und Leidenschaft in der Arbeit gegen den Ball. Ein erneuter dritter Platz beim Masters wäre eine kleine Sensation – eine Endrundenteilnahme ist in der ausgeglichenen Gruppe B aber alles andere als unmöglich.

„Wir haben überhaupt keinen Druck beim Masters und können befreit aufspielen.“ Mit diesem Satz trifft Hizir Irmak die Gefühlslage beim Kreisklassisten SV Türkgücü Bramsche auf den Punkt. Der eigentliche Feldspieler hütete für den klassentiefsten Masters-Teilnehmer das Tor beim Fortuna-Cup und wurde für eine fehlerfreie Vorstellung als bester Keeper des Turniers ausgezeichnet. Der 36-Jährige sorgte vor allem mit seinen reaktionsschnellen Paraden gegen Kalkriese und Ankum für das verdiente Weiterkommen des erst seit vier Jahren bestehenden Vereins. In der Vorrunde trifft der Bramscher Underdog übrigens neben dem SSC Dodesheide und dem TSV Wallenhorst auch auf die Glandorfer rund um Felix Trentmann - es werden drei Bonusspiele nach einer jetzt schon unvergesslichen Hallenspielzeit. Auf Hizir Irmak wird es ankommen.

Wenn es um Mannschaften geht, die sich auf Hallenfußball spezialisiert haben, kommt man in den letzten Jahren kaum an den Sportfreunden Lechtingen vorbei: Seit 2015 gewann der Club aus der Gemeinde Wallenhorst in fünf von neun Auflagen den Indoor-Cup. Unter den Lechtinger Hallenexperten sticht dabei einer besonders heraus: Luca Maunert.

Der Offensivmann war 2012, damals noch als A-Jugendlicher, erstmals dabei, als Lechtingen den Titel gewann – und wurde nach 2016, 2019 und nun 2025 zum dritten Mal bester Torschütze des Turniers. Maunert hat seine Art zu spielen für den Hallenfußball perfektioniert: Er ist stark im Abschirmen mit dem Rücken zum Tor, clever in der Ballbehauptung mit der Sohle sowie schnell und präzise beim Abschluss. Mit dem 31-Jährigen haben die Sportfreunde den Hallenexperten unter den Hallenexperten im Kader – und elf Jahre nach dem letzten Masters-Sieg 2015 eins der größten Asse im Ärmel.

Manchmal haben Trainer ja doch Ahnung von Fußball. „Ich habe ihm vorher schon gesagt, dass er einer der besten Spieler des Turniers werden kann“, erklärte Yannick Flottmann, Coach von Addi-Vetter-Cup-Sieger SSC Dodesheide, nach dem großen Triumph kurz vor Silvester, als er auf Finn Zwartscholten angesprochen wurde, der letztlich die Auszeichnung zum „besten Spieler des Turniers“ bekam. Warum diese Prophezeiung? „Weil er einfach ein geiler Zocker ist, der unbekümmert drauf los spielt.“

Flottmann hatte recht: Der 19-jährige Zwartscholten beeindruckte in der Schlosswallhalle mit fantastischer Technik, einem explosiven Antritt und Biss in den defensiven Duellen. Der flexible Offensivspieler war zuvor im Osnabrücker Männerfußball kaum aufgefallen: Nach der Ausbildung beim Osnabrücker SC und beim VfL ging es in der A-Jugend zum JFV Rehden und dann in die Dodesheide. Dort waren es in 26 Landes- und Bezirksligaspielen bislang „nur“ zwei Tore und zwei Vorlagen. Nach dem Auftritt beim Addi-Vetter-Cup ist aber jedem Beobachter klar: Hier geht mehr – vielleicht auch schon beim Masters.

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