Osnabrück  VfL Osnabrück: Wäre ein Trainingslager doch eine gute Idee gewesen?

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 05.01.2026 15:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kalt ist es in Osnabrück – doch die Profis des VfL bereiten sich fleißig auf die Rückserie in der 3. Liga vor. Foto: Ernesto Moses Wiebrock
Kalt ist es in Osnabrück – doch die Profis des VfL bereiten sich fleißig auf die Rückserie in der 3. Liga vor. Foto: Ernesto Moses Wiebrock
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Andere Drittligisten trainieren aktuell in Spanien oder der Türkei. Der VfL Osnabrück verzichtet auf ein Trainingslager – auch wenn das Wetter in Niedersachsen gerade nicht so recht mitspielt.

Acht Mannschaften aus der 3. Fußball-Liga befinden sich derzeit im Trainingslager – sieben in der Türkei, der 1. FC Saarbrücken in Spanien. In den letzten beiden Jahren flog auch der VfL Osnabrück in den Süden. In diesem Jahr entschieden sich die Lila-Weißen gegen eine Reise. Doch nun, pünktlich zum Wintereinbruch mit Schnee und Eis zum Trainingsauftakt in dieser Woche, stellt sich die Frage: Wäre ein Trainingslager nicht doch sinnvoll gewesen?

„Ach, das ist zwiegespalten“, sagt Trainer Timo Schultz. „Was das Wetter angeht, hat ein Trainingslager natürlich Vorteile.“ Der Blick auf die Wetterkarte Europas bestätigt das: Im spanischen Alicante – in der Region war der VfL 2024 und 2025 zu Gast – regnete es am Montag zwar, die Woche soll aber bei rund 17 Grad und Sonne noch recht angenehm werden. Ähnlich sieht es in der Türkei aus, wo Ulm, Duisburg, Aachen, Mannheim, Essen und Verl in unterschiedlichen Orten trainieren.

Es folgt aber das große Aber von Schultz: „Wir haben sowieso wenig Zeit in diesem Jahr und du würdest in der Regel vor und nach dem Trainingslager einen Tag frei geben. Dazu kommen der An- und der Abreisetag. Da gehen mindestens vier Einheiten flöten bei circa zehn Trainingseinheiten.“ Der Hauptgrund, warum der VfL in diesem Jahr zuhause bleibt, ist also die knappe Zeit. Dabei hatte Schultz-Vorgänger Marco Antwerpen im vergangenen Jahr genau genommen sogar einen Tag weniger, um seine Mannschaft auf die Rückserie vorzubereiten. Allerdings mussten damals auch sechs Neuzugänge integriert werden.

Die Zusammenstellung einer neuen Mannschaft ist aber in diesem Winter ohnehin kein Thema, weil sich über Julian Kania hinaus bislang kein weiterer Neuzugang abzeichnet. Dazu kostet ein Trainingslager auch eine Menge Geld: Je nach Sponsorenunterstützung wäre es ein mittlerer bis hoher fünfstelliger Betrag für rund eine Woche.

Also bleibt der VfL, wie schon in den Wochen vor der Winterpause, in den Räumlichkeiten im Stadion und auf dem Platz am Schinkelberg. Dieser war übrigens im Herbst teilweise schon arg ramponiert, scheint aber jetzt wieder in einem besseren Zustand. „Der ist stabil“, sagt Schultz. Und er muss es auch bleiben: Erst im Frühjahr will der VfL sein „Winterquartier“ verlassen und wieder an die Illoshöhe zurückziehen, um auch dort wieder zu trainieren.

Ein wenig umständlich ist das zwar alles schon – aber es funktioniert offenbar für den VfL. „Es haben sich alle damit arrangiert, wir machen es uns schon schick. Und hier scheint auch die Sonne“, witzelt der Trainer beim kurzen Anflug von Sonnenstrahlen am Montagmittag nach der Einheit. Verpasst hatten diese neben Torwart Lukas Jonsson, der schon am Sonntag erkrankt fehlte, auch Kai Pröger und Robin Fabinski. Auch den Offensivmann und den Verteidiger plagen Erkältungen.

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