Lingen  Budenzauber 2026: Viele neue Gesichter und „Rambazamba“ zwischen SV Meppen und VfL Osnabrück

Christoph Schillingmann
|
Von Christoph Schillingmann
| 05.01.2026 06:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zum ersten Mal beim Budenzauber dabei: Bremens Fin Bartels und Bochums Anthony Losilla (von links) Foto: Picturepower/Werner Scholz
Zum ersten Mal beim Budenzauber dabei: Bremens Fin Bartels und Bochums Anthony Losilla (von links) Foto: Picturepower/Werner Scholz
Artikel teilen:

Beim Budenzauber Emsland 2026 haben die Zuschauer viele neue Gesichter auf dem Spielfeld entdecken können. Zudem hat der Siegerfluch wieder zugeschlagen. Und die 13. Auflage im Jahr 2027 wirft bereits ihre Schatten voraus.

Null Punkte, zehn Gegentore und sechs erzielte Treffer: So fiel die magere wie enttäuschende Bilanz der Traditionsmannschaft des SV Meppen beim zwölften Budenzauber in der ausverkauften Emslandarena aus. Nach zuletzt zwei Finalteilnahmen war für den SVM dieses Mal schon in der Vorrunde Schluss. Teammanager Frank Faltin erklärte, warum die Meppener so früh aus dem Rennen waren.

2024 unterlag Meppen Arminia Bielefeld im Endspiel, im Vorjahr zogen die Emsländer im Finale gegen den Hamburger SV im Neunmeterschießen knapp den Kürzeren. Und in diesem Jahr war nach der 4:6-Niederlage im Eröffnungsspiel gegen den späteren Sieger VfL Bochum und nach dem 2:4 gegen den Erzrivalen VfL Osnabrück nach der Gruppenphase Schluss. „Es lief gar nichts. Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden. Vorne haben wir unsere Chancen fahrlässig vergeben und hinten haben wir zu leichte Gegentore bekommen“, sagte der 62-Jährige nach dem Turnier. Es sei letztendlich verdient gewesen. „Es tut zwar sehr weh, gerade auch gegen Osnabrück zu verlieren. Aber es war irgendwie leider nicht mehr drin.“

Darüber hinaus musste der SVM kurz vor dem Turnierstart noch zwei kurzfristige Absagen verkraften. Mit Thilo Leugers, im Vorjahr zum Publikumsliebling gewählt, und David Vrzogic waren zwei Aufstiegshelden von 2017 nicht dabei. „Thilo konnte nicht spielen. Er hatte Knieprobleme. Dann macht das auch keinen Sinn. Man muss topfit sein auf dem Platz. Man hat gemerkt, dass uns so ein Spieler gefehlt hat“, sagte Faltin. Vrzogic habe berufsbedingt gefehlt. Das Fehlen der beiden Ex-Meppener lasse der SVM-Teammanager aber nicht als Ausrede gelten.

So musste das Finale nach 2023 erstmals wieder ohne Meppener Beteiligung stattfinden. Dieses Mal spielten Bochum und der SV Werder Bremen um den Pott. Das Endspiel entschied der VfL deutlich mit 6:1 für sich. Für Turnierdirektor Bernd Kühn war der VfL der verdiente Sieger. „Es war eine eindeutige Geschichte. Ich hätte es lieber knapper gehabt, so wie im vergangenen Jahr.“ Für Bochum sei es im fünften Anlauf Balsam für die Seele.

Der 57-Jährige freute sich außerdem über die Derbyfolklore auf den Zuschauerrängen. „Es ist auch in Ordnung, dass ein bisschen Rambazamba zwischen Osnabrück und Meppen war“, sagte er zu den lautstarken Anfeuerungsrufen der Fans. Das Publikum konnte zudem viele neue Gesichter auf dem Kunstrasen in der Emslandarena entdecken. Felix Kroos, Fin Bartels und Nils Petersen liefen für Werder, Anthony Losilla und Cristian Gamboa für Bochum und Ivica Olic für den HSV auf. Es war jeweils der erste Auftritt beim Budenzauber in Lingen für die einstigen Fußballprofis, die gemeinsam auf knapp 1000 Spiele in der Bundesliga kommen.

Und der Siegerfluch schlug wieder zu. Noch nie schaffte es eine Mannschaft, den Titel in der Emslandarena zu verteidigen. „Titel kannst du hier nicht verteidigen. Das hat noch nie einer geschafft“, sagte Kühn. Lediglich der VfL und Werder gewannen bisher zweimal das Turnier. Vielleicht gelingt es Bochum ja im nächsten Jahr.

Apropos 2027: Kühn zeigte sich bereits am Samstagabend zufrieden mit Ticketvorverkauf für den Budenzauber Emsland am Samstag, 2. Januar 2027. Knapp 1000 Karten seien in den ersten Stunden schon verkauft worden, so Kühn. Mittlerweile dürfte der Wert vierstellig sein, sodass die 13. Auflage mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ausverkauft sein dürfte. Zugesagt haben bisher Meppen, Osnabrück und der HSV.

Ähnliche Artikel