Volle Ränge, Spaß und packende Endspiele So endete das Brookmerland-Handballturnier
Der Finaltag des 36. Brookmerland-Handballturniers in Marienhafe hatte es noch einmal in sich. Das sind die Sieger.
Marienhafe - Mit einem packenden Finaltag ist am Dienstagabend das 36. GVO Brookmerland-Handballturnier in Marienhafe zu Ende gegangen. Die elf Gruppen-Endspiele boten noch einmal temporeichen, leidenschaftlichen und durchweg fairen Handballsport.
Große Zuschauerkulisse
Auch am letzten Turniertag habe sich das B-Turnier von TuRa Marienhafe als absoluter Publikumsmagnet erwiesen, berichtet Turniersprecher Imko Swieter. Schon frühzeitig waren Sitzplätze in der pickepackevollen Kurt-Knippelmeyer-Halle Mangelware. Vor großer und finalwürdiger Kulisse fielen dann die Entscheidungen.
„Was den Finaltag auszeichnete, war der sportliche Geist“, so Swieter. Viele Teams verzichteten auf hektische Schlussminuten, wenn das Ergebnis feststand, und klatschten sich bereits vor dem Abpfiff freundschaftlich ab, berichtet der Turniersprecher.
Finale Gruppe Minis
„Die flinken Hotdogs“ – „Abwehr-Akrobaten“: Unter den Augen zahlreicher Eltern und Großeltern bestritten die jüngsten Turnierteilnehmer die erste Partie des Finaltags. Die „Abwehr-Akrobaten“ (weibliche Jugend D) trafen auf „Die flinken Hotdogs“ (männliche Jugend E) und legten vor. Kurz darauf glichen die „Hotdogs“ in einer temporeichen Partie aus (1:1), gingen in Führung und bauten diese zum 5:3-Erfolg aus.
Finale Gruppe AA
„HC Flitzpiepen“ – „BallerRinas“: Einen handballerischen Leckerbissen bot das Finale der Gruppe AA. Hier zeigten die beiden Jugendteams von TuRa und des MTV Aurich ihr Können. Ein munteres Torewerfen, bei dem sich keine der Mannschaften absetzen konnte (3:3, 5:5, 6:6). Bis in die Schlusssekunden bot sich eine ausgeglichene Partie, die die „Flitzpiepen“ knapp mit 9:8 Toren für sich entschieden.
Finale Gruppe AB
„Dynamo Doppelkorn“ – „BizepsBitches“: „Dynamo Doppelkorn“ legte schnell vor (3:0). Als Torhüter Marek Gausling für sein Team dann einen Siebenmeter parierte, schien die Vorentscheidung gefallen. Doch Ida Barkhoff und Alex Pliuto verkürzten mit ihren Toren für die „BizepsBitches“ noch einmal (4:5), ehe Lina Frerichs den 5:5-Ausgleich besorgte und damit den 1222. Treffer des Turniers erzielte. Nach zwölf Minuten setzte sich Dynamo mit 7:5 Toren durch.
Finale Gruppe C
„Verdacht up all vörnanne wech“ – „Old Stars & Young Stars“: In der Gruppe C gab es die Neuauflage des Vorrundenspiels zwischen „Verdacht up all vörnanne wech“ und „Old Stars & Young Stars“. Heino Peters besorgte den 1:1-Ausgleich (Stars), ehe sein Team vorlegte, doch „Verdacht“ glich wiederum aus (2:2). Ein Duell auf Augenhöhe setzte sich fort. Am Ende setzten sich die „Stars“ mit 6:4 Toren durch und wiederholten den Vorrundenerfolg.
Finale Gruppe B
„Fein-Leckar Löten“ – „Sugar Stöhr“: Im Finale der Gruppe (Ballspieler) trafen die Routiniers und mehrmaligen Turniersieger von „Fein-Leckar Löten“ auf die Youngsters von „Sugar Stöhr“. Die jungen und wendigen Spieler von „Stöhr“ setzten sich in diesem Endspiel klar mit 7:3 Treffern durch.
Finale Gruppe L
„Waagekinder“ – „De Bagalutn“: In der Gruppe mit einem aktiven Spieler pro Team auf dem Feld standen sich „Waagekinder“ und Vorjahressieger „De Bagalutn“ gegenüber. Die frühe 1:0-Führung der „Waagekinder“ durch Daniel Schrainer hatte lange Zeit Bestand, ehe die „Bagalutn“ per Siebenmeter ausglichen (1:1). Im Anschluss legten die „Waagekinder“ vor, ehe dann die „Bagalutn“ mit 4:3 Toren in Führung gingen. Es folgte der erneute Ausgleich. Einen Sieger fand diese Partie erst in der Verlängerung: „De Bagalutn“ sicherten sich den Sieg (8:6).
Finale Gruppe K
„Kabine 6 – 7 Meter Sekt“ – „Germany’s Last Family“: Kathrin Kampen markierte den einzigen Treffer in dieser spannenden Partie. In der Frauengruppe K sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Duell, das bis zur letzten Sekunde offen war. Ein letzter direkter Freiwurf reichte „Last Family“ nicht mehr zum Ausgleich und „Kabine 6“ feierte den knappen Turniererfolg.
Finale Gruppe D
„Team Jamaica“ – „Frisch auf! Pülleken“: Den besseren Start erwischte das „Team Jamaica“, das im Finale der Gruppe D auf 5:1 Tore vorlegte. Diese Führung gegenüber „Frisch auf! Pülleken“ ließ sich „Jamaica“ nicht mehr nehmen und siegte mit 7:4 Toren.
Finale Gruppe G
„Wednesday Ball & Beer Club“ – „Lokomotive Liefpien“: Im Duell der Männer ab 40 Jahren (Gruppe G) legte „Wednesday Ball & Beer Club“ vor und ließ dem Dauerturnierteilnehmer „Lokomotive Liefpien“ keine Chance. Die Mannschaft aus Emden zeigte sich abgezockt, setzte sich am Ende mit 7:3 Treffern durch und wiederholte ihren Vorjahreserfolg.
Finale Gruppe I
„Eltern Pressing!“ – „Wattloopers“
Das 135. und letzte Spiel des Turniers erwies sich als klare Angelegenheit für die „Wattloopers“. Sie legten schnell auf 3:0 vor und ließen im Finale der Gruppe I nichts anbrennen. Souverän gewannen sie 6:1 und errangen sie ihren dritten Turniererfolg in Serie.
Finale Gruppe E
„Spinnerbande“ – „Havana Club“: Ein Duell auf absoluter Augenhöhe boten sich „Spinnerbande“ und „Havana Club“ im Finale der Gruppe E (mit zwei aktiven Handballern). Die „Spinnerbande“ legte durchweg vor, doch „Havana“ ließ sich nicht abschütteln, sondern glich immer wieder aus. Die reguläre Spielzeit brachte keinen Sieger hervor, sodass der Sieger erst in der fünfminütigen Verlängerung gekürt wurde. Hier setzte sich die „Spinnerbande“, angeführt von Jannik Tuinmann, mit 10:7 Toren durch.
Nach sechs intensiven Turniertagen zogen die Organisatoren ein positives Fazit. „Wir haben wieder großartigen Handballsport, faire Spiele und viele lachende Gesichter gesehen“, resümiert Peter Adena, Chef des Organisationsteams. „Jeder im Orga-Team arbeitet absolut verlässlich“, lobte Adena seine Mitstreiter. Erste Ideen für eine weitere Optimierung des Turniers habe man bereits notiert. Diese sollen bei der nächsten Turnierausgabe 2026 berücksichtigt werden.
Mit großer Spannung wurde die Vergabe der Sonderpreise erwartet. Auch in diesem Jahr wurden einige Mannschaften und Personen für besondere Leistungen ausgezeichnet. Andrea Janssen-Zimmermann, Pastorin der Kirchengemeinden Rechtsupweg und Siegelsum, überreichte die Pokale. Janssen-Zimmermann hatte die Schirmherrschaft für das Turnier übernommen und es am 20. Dezember offiziell eröffnet (wir berichteten). Bei mehreren Besuchen der Meisterschaften zeigte sie sich begeistert von der Veranstaltung und dankte den Spielern, Zuschauern und Organisatoren. „Das war ein einzigartiges Turnier, das auf allen Seiten von ganz viel Leidenschaft und Herzblut geprägt ist“, würdigte Janssen-Zimmermann den Einsatz aller Beteiligten.
Mit dem Vadder-Koch-Gedächtnispokal sind Frank Freese und Lars Constapel ausgezeichnet worden. Beide stehen den Organisatoren seit vielen Jahren unkompliziert und schnell zur Seite, wenn ihr Fachwissen gefragt ist. Stellvertretend für alle Menschen, die dem Organisationsteam bei Problemen ohne zu zögern ihre Hilfe anbieten und beim Auf- und Abbau unterstützen, erhielten Freese und Constapel diesen besonderen Preis.
Als Fairnesspreissieger wurden das „Team Glühwürfchen“ (Senioren) und die „HandbAll-Stars“ (Jugend) gekürt. Beide Mannschaften kämpften in ihren Gruppen tapfer, hatten am Ende jedoch keine Siegchancen. Dennoch gaben sie nicht auf und versuchten nicht, mit unfairer Spielweise körperliche oder spielerische Unterlegenheiten auszugleichen.
Die Entscheidung zur Vergabe des Showpokals fiel dem Organisationsteam leicht, da 2025 nur eine Mannschaft eine Show einstudiert und präsentiert hatte. „Germany’s Last Family“ begeisterte während des Turniers das Publikum mit einer schaurig-liebevollen Hommage an die Addams Family. Mit präziser Choreografie, detailverliebten Kostümen und viel Humor erntete die Gruppe kräftigen Applaus und trug entscheidend zur besonderen Atmosphäre bei.
Den Partypokal sicherte sich erneut die Mannschaft „Lupo“. Bei Spielen dieses Teams ist stets eine Karawane von Menschen zu beobachten, die durch die Kurt-Knippelmeyer-Halle zieht und für Stimmung sorgt. Mit Trommeln und Anfeuerungsrufen verbreitet „Lupo“ eine positive und zugleich faire Atmosphäre. Nicht nur bei den eigenen Partien sorgte diese Mannschaft für lautstarke Unterstützung, sondern unterstützte auch andere Teams von den Zuschauerrängen aus. Vorbildlich verhielt sich „Lupo“ zudem bei der Nutzung der Kabinen, die stets sauber hinterlassen wurden.
Das Rahmenprogramm des GVO B-Turniers hatte es auch am Finaltag in sich. Nach den Finals erhielten Zuschauer die Chance, einen Einkaufsgutschein im Wert von 300 Euro für Geschäfte im Brookmerland zu gewinnen. Ermöglicht wurde diese Aktion durch Jochen Folkerts von Fitness & Physio Porta Vitalis. Angefeuert von der vollbesetzten Kurt-Knippelmeyer-Halle traten Olaf Kropp und Fenke Schwarz zum Duell an der Torwand gegeneinander an. Schwarz präsentierte sich treffsicher und gewann den Gutschein.
Am Finaltag fand zudem die Auslosung der Hauptgewinne der Tombola statt. Hier wurden unter anderem Fernseher, Bundesligatrikots, Reisen sowie VIP-Tickets für Handballspiele verlost. Zahlreiche Kinder und Erwachsene hatten ihre Lose vor sich ausgebreitet, um bei der Ziehung den Überblick zu behalten.
Sein Ende fand das B-Turnier in einer Abschlussfeier, bei der gemeinsam ausgelassen gefeiert wurde. Noch am Abend des finalen Spieltages zog das Organisationsteam ein positives Fazit. „Dieses Turnier war wieder geprägt von einer ganz besonderen familiären Stimmung, die so ansteckend und fröhlich ist. Das macht einfach Spaß dabei zu sein, egal ob als Spieler, Zuschauer oder Organisator“, sagt Turniersprecher Imko Swieter.
Rekord: Mehr als 1300 Tore
Insgesamt nahmen 61 Mannschaften mit über 900 Sportlern teil. In 135 Partien fielen mehr Tore als im Vorjahr. Im letzten Spiel wurde die Grenze von 1300 Treffern geknackt – erstmals seit 2016. Alle Ergebnisse rund um das B-Turnier sowie die Gewinnnummern der noch nicht abgeholten Preise werden in den kommenden Tagen auf der Internetseite des Turniers (www.b-turnier.de) veröffentlicht.