Osnabrück Abgezockt in Überzahl: SSC Dodesheide gewinnt Addi-Vetter-Cup
Der SSC Dodesheide setzt sich im Finale des Addi-Vetter-Cups mit 2:0 gegen RW Sutthausen durch. Topfavorit VfR Voxtrup war bereits in der Gruppenphase des Finaltags ausgeschieden. So lief die Endrunde.
Die abgezockteste Mannschaft des Turniers gewinnt den Addi-Vetter-Cup 2025: Der SSC Dodesheide schlägt im Finale Rot-Weiß Sutthausen und besteigt zum ersten Mal seit 2013 den Hallenthron der Stadt Osnabrück. Der Bezirksligist glänzte im Turnierverlauf mit Cleverness und individueller Klasse in wichtigen Momenten.
Im Endspiel gegen den Kreisligisten aus Sutthausen, der zur Überraschungsmannschaft des Turniers avancierte, lief es genauso: Nach abwartendem Beginn spielte dem SSC eine Überzahl in die Karten. Kapitän Timo Böß nutzte die erste Großchance des Spiels zum 1:0 (5.). Sutthausen suchte den Weg zurück ins Spiel, fand ihn aber nicht so recht, beeindruckte dennoch mit riesigem Einsatz und starker Abwehrarbeit. Für die Entscheidung sorgte letztlich Nanook Duvendack: Der Allrounder des SSC schloss eine Einzelaktion trocken ins kurze Eck ab und ließ dem starken Sutthauser Keeper Timo Engelhardt keine Chance (15.).
Fünf Minuten lang verteidigte der SSC hochkonzentriert - und verdiente sich letztlich nach einem starken Finaltag den Turniersieg, weil er die Sutthauser Offensive um die herausragenden Joshua Thioune und Mathis Lindenborn nicht zur Entfaltung kommen ließ.
Im ersten Halbfinale hatte sich die Dodesheider Erste zuvor ebenso verdient mit 2:0 gegen den Osnabrücker SC durchgesetzt. Gegen die starke Mannschaft von der Hiärm-Grupe-Straße verteidigte der SSC, wie schon im gesamten Turnierverlauf, konzentriert und stabil. Luciano Faraci und Finn Zwartscholten schossen Dodesheide ins Finale, der OSC um die starken Kelvin Obazee und Mert Karakus kam zu selten zu klaren Abschlussgelegenheiten.
Im zweiten Halbfinale brachte Baris Sarioglu Sutthausen früh in Führung - es war das erste Gegentor für den SSC Dodesheide II am Finaltag. Die Reserve des Co-Turnierausrichters war mit herausragendem Einsatz und doch überraschend in die Runde der letzten Vier eingezogen und hatte nun Probleme, die massive Deckung der Rot-Weißen zu brechen. Erst in den letzten Minuten kam der SSC zu Chancen, aber Sutthausens Abwehr um Torwart Timo Engelhardt war nicht zu knacken - es blieb beim 1:0. Im Neunmeterschießen um Platz drei gewann der OSC mit 4:2 gegen den SSC II.
Der Topfavorit auf den Turniersieg war zu diesem Zeitpunkt längst ausgeschieden: Landesligist VfR Voxtrup hatte in der Gruppenphase zwar einen überzeugenden 4:1-Auftaktsieg gegen den Spielverein 16 II, hatte danach aber beim 1:2 gegen Dodesheide I etwas Pech mit dem Schiedsrichter und Probleme, ins eigene Tempospiel zu finden. Im abschließenden Gruppenspiel kämpfte Underdog Sutthausen den VfR dann nieder und verteidigte eine 2:0-Führung leidenschaftlich. Der VfR war als einziger Landesligist angetreten - und schied letztlich nach einer enttäuschenden Vorstellung am Finaltag frühzeitig aus. Genauso ausgeschieden in Gruppe M waren letztlich die 16-Oldies, denen nach einem bisher starken Turnier zusehends die Luft ausging.
In der ausgeglichenen und hart umkämpften Gruppe N hatten letztlich der SV Kosova und der TuS Haste das Nachsehen. Haste schlug Kosova zwar zum Auftakt mit 3:1, musste aber dem hohen Tempo des Vortags Tribut zollen, verlor das „kleine“ Derby gegen den SSC II mit 0:3 und auch gegen den OSC deutlich mit 0:5. Kosova blieb am Ende punktlos, weil auch die Partien gegen den OSC (1:4) und Dodesheide II (0:1) verloren gingen.
Neben dem Turniersieger aus Dodesheide haben sich auch die anderen drei Halbfinalisten für das Osnabrücker Hallenmasters qualifiziert: Vom 9. bis 11. Januar übertragen die NOZ Medien aus Belm das Turnier um die Hallenkrone der Region im Livestream.