Bilanz für Aurich So lief der Weihnachtszauber für die Schausteller
Mit strahlendem Sonnenschein lockte der Winter auch am letzten Tag des Weihnachtszaubers Gäste in Aurich an. Warum das Wetter für den Markt dieses Jahr so wichtig war.
Aurich - Die Sonne strahlt am Dienstagvormittag mit den Schaustellern auf dem Auricher Weihnachtszauber um die Wette. Alle sind durchweg zufrieden mit dem Auricher Weihnachtsmarkt in diesem Jahr. Das sei vor allem dem Wetter zu verdanken, wie durchweg alle Befragten angeben. Das sind die Eindrücke vom Auricher Weihnachtszauber, der am Dienstag seinen letzten Markttag für dieses Jahr feierte.
„Es ist wirklich absolut super gelaufen“, sagt Jens Coordes, 2. Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins Aurich. Das zeige sich auch an dem vorzeitigen Losausverkauf der Weihnachtslotterie „Die goldene 7“. Und es spiegele sich wider in der Stimmung unter den Schaustellern, mit denen er gesprochen habe, so Coordes. Der Erfolg sei in diesem Jahr dabei vor allem dem Wetter geschuldet. Mit Rückblick auf die vergangenen 15 Jahre könne sich Coordes nicht erinnern, so gute Witterungsbedingungen für den Weihnachtszauber vorgefunden zu haben. Das Wetter spiele für den Erfolg des Auricher Weihnachtsmarktes eine große Rolle. Egal, mit wem er von den Schaustellern gesprochen habe, alle hätten diese Einschätzung bestätigt.
Jahrzehntelange Erfahrung und nie so gutes Wetter erlebt
Auch beim Rundgang auf dem Marktplatz wird die Einschätzung des Kaufmännischen Vereins bestätigt. An der Nordseite steht Marktmeister Angelo Kanzler und wirft einen prüfenden Blick auf die Stände. „Für unser kleines Aurich können wir schon stolz sein auf den Weihnachtszauber“, sagt Kanzler. Es stehe und falle alles mit dem Wetter und dieses Jahr sei es ausnahmslos gut gelaufen. Schließlich gab es höchstens ein bisschen Nieselregen, wie auch ein paar Stände weiter Theo von Halle beim Glühweinstand anmerkt. Der Schausteller sei schon fast 40 Jahre mit dabei. „So ein Wetter hatten wir sonst nicht“, sagt von Halle. Mit dem Umsatz sei er sehr zufrieden. Die Umsätze vom Vorjahr, das auch sehr gut gelaufen sei, habe er wieder erreicht. Wie viel Liter Glühwein tatsächlich über die Wochen fließen, will er nicht verraten. Aber er sagt, dass der Weihnachtsmarkt in Aurich und auch in den anderen Städten sehr gut besucht sei, weil die Leute auch ihr Sicherheitsgefühl wieder hätten. „Die Städte haben ihre Hausaufgaben gemacht“, sagt von Halle. Der Weihnachtszauber war mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen aufgebaut worden. Unter anderem sorgten dafür die Durchfahrtssperren innerhalb der Innenstadt.
Auch das Überwintern des Weihnachtszaubers zwischen den Jahren hat sich aus Sicht der Schausteller mittlerweile etabliert. Es sei gut gelaufen in den vergangenen Tagen, sagt Kanzler. Studenten, die auf Heimatbesuch sind, oder Urlauber würden noch einmal für Kundschaft sorgen. Außerdem sei durch den verlängerten Markt die Weihnachtsatmosphäre erhalten geblieben. Früher war der Abbau mit viel mehr Stress verbunden, erinnert sich auch Nicole Wilken, die Bonbons von der Osella-Bonbonfabrik verkauft. Am 23. habe sonst alles abgebaut werden müssen. So konnten die Schausteller in Ruhe Feierabend machen und entspannt nach den Feiertagen wieder öffnen.
Preisniveau anders als im Deutschlandschnitt
Vor den Weihnachtsmärkten gab es zuletzt auf Bundesebene viele Diskussionen um Preise für Glühwein. Im bundesweiten Durchschnitt wurden mehr als 4,50 Euro pro Becher laut Medienberichten von Ende November genommen. Auf den ostfriesischen Märkten wie auch in Aurich blieb das aus, so Coordes. Der Preis liege nach wie vor bei 3,50 Euro für einen Becher und sei auch in diesem Jahr nicht erhöht worden. Auch so sei das kulinarische Angebot preislich auf einem normalen Niveau gewesen. Für den 2. Vorsitzenden des Kaufmännischen Vereins zeige sich dies auch in den Massen an Besuchern, die auch dieses Jahr Getränke und Speisen ordentlich verzehrt hätten.
Ab Mittwochmorgen wird die Stadt nach fünf Wochen Weihnachtszauber wieder deutlich anders aussehen. Schon am Morgen sollen die meisten Stände wieder verschwunden und aufgeräumt sein, so der Marktmeister Kanzler. Die Tannenbaumtische und die Buden werden dann zum Jahresanfang weggeräumt. Und schon am Dienstag ist der Bauhof dabei, mit Schaufeln und Besen wieder alles sauber zu machen.