Belm  Im Finalderby: Sportfreunde Lechtingen gewinnen den 35. Indoor-Cup in Belm

Sven Schüer, Christian Hesse
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Von Sven Schüer, Christian Hesse
| 27.12.2025 20:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Glückliche Sieger: Die Sportfreunde Lechtingen haben den Indoor-Cup 2025 gewonnen, Foto: Helmut Kemme
Glückliche Sieger: Die Sportfreunde Lechtingen haben den Indoor-Cup 2025 gewonnen, Foto: Helmut Kemme
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In einem Gemeindederby sicherten sich die Sportfreunde Lechtingen in Belm mit einem 2:0 gegen den TSV Wallenhorst erstmals seit 2019 wieder den Indoor-Cup. Titelverteidiger BW Hollage schied bereits in der Gruppenphase aus.

Im letzten Jahr hatten sie im Endspiel noch das Nachsehen, dieses Jahr reichte es zum ganz großen Triumph: Die Sportfreunde Lechtingen haben den 35. Indoor-Cup in Belm gewonnen und ihren starken Endrundentag mit einem Derbysieg im Finale gekrönt. Gegen einen starken TSV Wallenhorst gewann Lechtingen das Endspiel mit 2:0 und krönte sich zum ersten Mal seit 2019 wieder zum Indoor-Cup-Sieger. Titelverteidiger Blau-Weiß Hollage musste derweil schon in der Gruppenphase des Finaltags die Segel streichen.

Eine der größten Überraschungen des Tages und einen Fingerzeig in Richtung Finale gab es im ersten Halbfinale: Lechtingen fertigte den TSV Venne deutlich mit 4:0 ab, führten dabei schon früh mit 2:0 und hielten dem Druck der Wittlager lange Stand, ehe sie die Partie durch Luca Maunert - sein zweiter Halbfinaltreffer nach dem 1:0 - und Jonas Albers entschieden. Der TSV verlor zwar das Neunmeterschießen um Platz drei gegen Bad Essen, ließ sich von seinen Fans aber trotzdem zu Recht feiern, denn das Team hatte insgesamt erneut ein starkes Turnier gespielt.

Das zweite Halbfinale zwischen dem TuS Bad Essen und dem TSV Wallenhorst verlief deutlich enger, allerdings blieb die Null auf beiden Seiten auch lange stehen. Als sich die meisten Fans in der Halle und wohl auch beide Teams schon mit dem Neunmeterschießen abgefunden hatten, hatte TSV-Spieler David Haucap eine Idee: Aus der Drehung zog er trocken ab und traf rund 40 Sekunden vor Schluss zum umjubelten 1:0-Siegtreffer und zum Finaleinzug der Wallenhorster, die wie Bad Essen, Lechtingen und Venne am Masters-Turnier teilnehmen werden.

Die Geschichte des Endspiels ist dagegen schnell erzählt: Lechtingen und Wallenhorst spielten abwartend und gingen kaum ins Risiko. In der zweiten Halbzeit war es schließlich Lukas Albers, der die Sportfreunde mit einem schönen Flachschuss ins rechte untere Eck erlöste und das 1:0 erzielte. Luca Maunert legte wenig später das 2:0 nach und stellte die Weichen endgültig auf Sieg.

Was die Vorrunde noch an Spannung vermissen ließ, machte die Endrunde in der bis auf den letzten Platz gefüllten Sporthalle in Belm wett. In Gruppe 1 entwickelte sich ein Gemeinde-Dreikampf zwischen Wallenhorst, Lechtingen und Hollage um die beiden Halbfinaltickets. Belm und Schledehausen schlugen sich wacker, konnten am Ende aber nicht mit der Qualität des Trios mithalten. Die direkten Duelle waren allerdings klare Geschichten: Wallenhorst schlug Lechtingen (3:0), Lechtingen schlug Hollage (4:0) und Hollage schlug Wallenhorst (3:0). Letztlich wurde den Blau-Weißen ein Unentschieden gegen Belm zum Verhängnis. Die erhoffte Schützenhilfe von Schledehausen (1:7 gegen Lechtingen) oder Belm (0:1 gegen Wallenhorst) in den letzten Partien blieb aus.

Einen Dreikampf gab es auch in Gruppe 2 zwischen Venne, Sandzak und Bad Essen. Beim lautstark von seinen Fans unterstützten TSV ragte vor allem Leandro Leichsenring mit einem lupenreinen Hattrick gegen den TuS heraus. Hollage II schied nach dem dritten Spiel und der dritten Niederlage als erstes Team aus. Eine hitzige Partie zwischen Venne und Sandzak sah viele Zeitstrafen und einen 1:1-Endstand. Das Ergebnis bereitete den Weg für ein hitziges direktes Duell um das K.o.-Runden-Ticket zwischen Sandzak und Bad Essen, das der TuS mit 4:2 gewann und die Bissendorfer um Furkan Güraslan und Edgar Bernhardt nach Hause schickte. Venne löste das Halbfinalticket als Gruppenzweiter im letzten Gruppenspiel gegen Bohmte trotz einer 1:2-Pleite.

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