Auricher Haus unbewohnbar  Feuer löscht sich selbst

| | 27.12.2025 17:44 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mit rund 70 Einsatzkräften waren die Feuerwehren in der Nürnburger Straße vor Ort. Foto: Daniel Gerock/Feuerwehr
Mit rund 70 Einsatzkräften waren die Feuerwehren in der Nürnburger Straße vor Ort. Foto: Daniel Gerock/Feuerwehr
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Bei einem Schmorbrand in der Nürnburger Straße in Aurich löscht ein geplatztes Wasserrohr das Feuer in einem Stromkasten. Drei Menschen wurden vor dichtem Rauch gerettet.

Aurich - Drei Bewohner eines Hauses in der Nürnburger Straße in der Auricher Innenstadt sind am zweiten Weihnachtsfeiertag noch einmal glimpflich davon gekommen. In dem Wohngebäude war es am Abend des 26. Dezembers gegen 23 Uhr zu einem Schmorbrand im Stromkasten des Hausanschlusses gekommen. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich drei Menschen in dem Haus, denen der auftretende Qualm den Weg nach durchs Treppenhaus abgeschnitten hatten.

Die Feuerwehren Aurich, Haxtum, Walle und Middels waren am späten Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages im Einsatz. Foto: Diana Stöhr Aeilts/Feuerwehr
Die Feuerwehren Aurich, Haxtum, Walle und Middels waren am späten Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages im Einsatz. Foto: Diana Stöhr Aeilts/Feuerwehr

70 Kräfte der Feuerwehren Aurich, Haxtum, Middels und Walle, der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz Aurich sowie Polizei, Energie- und Wasserversorger rückten nach der Alarmierung aus.

Feuer löschte sich selbst

Bei Ankunft am Brandort flossen zur Überraschung der Retter bereits große Mengen Wasser aus dem Haupteingang des Mehrparteienhauses, heißt es in der Pressemitteilung von Stadtfeuerwehrsprecher Sönke Geiken. Der Grund: Der Brand hatte den angrenzend liegenden Hauptwasserhahn des Gebäudes beschädigt, wodurch sich das Feuer selbstständig gelöscht hatte. Zugleich sei aber ein großer Wasserschaden entstanden. Die Polizei beziffert den Schaden auf 20.000 Euro.

Rettung per Fluchthaube durchs Treppenhaus

Als die Retter eintrafen, hatte es ein Hausbewohner bereits selbst aus dem Gebäude herausgeschafft und wurde umgehend durch den Rettungsdienst versorgt. Die beiden anderen Bewohner aus Ober- und Dachgeschosswohnungen wurden zunächst von den Einsatzkräften betreut, die über Leitern zu ihnen heraufkletterten. Anschließend wurden sie durch Atemschutzgeräteträger unter Einsatz von Brandfluchthauben durch das Treppenhaus gerettet.

Wohngebäude ist vorerst unbewohnbar

,,Im Anschluss wurde der Brandherd nachkontrolliert und das Gebäude mit einem Überdrucklüfter von der Verrauchung befreit“, teilt Feuerwehrsprecher Geiken mit. Um den anhaltenden Wasserfluss zu stoppen, mussten die angerückten Versorgungsunternehmen neben Strom und Gas auch die entsprechende Wasserleitung abstellen.

Mit Leitern kletterten die Einsatzkräfte zu den beiden Bewohnern, die in den oberen Stockwerken festsaßen, um sie zu beruhigen. Foto: Diana Stöhr-Aeilts/Feuerwehr
Mit Leitern kletterten die Einsatzkräfte zu den beiden Bewohnern, die in den oberen Stockwerken festsaßen, um sie zu beruhigen. Foto: Diana Stöhr-Aeilts/Feuerwehr

Das Haus in der Nürnburger Straße ist vorerst unbewohnbar, die drei Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.

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