Osnabrück Ort für Reformer-Pilates: Nour Concept Studio in Osnabrück eröffnet
Am Osnabrücker Domhof hat das Nour Concept Studio eröffnet. Betreiberin Swetlana Grebener bietet hier Reformer-Pilates, Yoga und Entspannungsangebote an. Ein Besuch vor Ort.
In Osnabrück hat das Nour Concept Studio eröffnet. Betreiberin Swetlana Grebener möchte in den Räumen am Domhof 4a ein ganzheitliches Konzept aus Bewegung, Entspannung und bewusster Ernährung anbieten. „Es geht darum, den Körper bewusst zu unterstützen und einen Ort zu schaffen, an dem man zur Ruhe kommen kann“, sagt sie.
Zum Yoga fand Grebener während eines mehrjährigen Aufenthalts in Sri Lanka. Nach ihrer Rückkehr unterrichtete sie unter dem Namen Lana Yoga im Studio Morgentau in der Heger Straße.
Nun hat sie mit dem Nour Concept Studio den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Der Name „Nour“ leitet sich vom englischen Begriff „Nourishment“ ab und steht für „Nähren – auf allen Ebenen“, erklärt sie.
Die Renovierung der Räumlichkeiten begann nach Ostern. Wände wurden entfernt, die Räume größer und heller gestaltet, zudem wurde eine Küche eingebaut. Den Feinschliff erhielt das Studio in den vergangenen vier Wochen.
„Ich hatte mir selbst als Ziel gesetzt, noch vor Weihnachten zu eröffnen – und das habe ich auch geschafft“, sagt Grebener und lacht.
Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Kursraum mit 14 Reformer-Pilates-Geräten, die für Pilates-Kurse genutzt werden. Diese Geräte bestehen aus einem beweglichen Schlitten auf Schienen, der über Federn Widerstand erzeugt und so ein effektives Training ermöglicht.
Im ersten Stock liegt der Mattenraum für Yoga, Pilates sowie Soundbaths, die mit Kristallschalen Entspannung und Regeneration unterstützen.
Grebners Team startet mit einer Yoga-Lehrerin und drei Pilates-Lehrern; die Soundbath-Angebote werden von einer externen Kursleiterin durchgeführt. Neben den Kursräumen gibt es Umkleidemöglichkeiten, zudem soll im kommenden Jahr eine Meditationsecke entstehen.
Das Studio richtet sich vor allem an Kursteilnehmer, nicht an Laufkundschaft, betont Grebener. Nach den Yoga- oder Pilates-Einheiten haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu verweilen und ihren Körper bewusst zu unterstützen – etwa mit Tee, Matcha, Aminosäuren- oder Proteingetränken.
Kaffee wird gezielt nur zu passenden Tageszeiten angeboten, um das Nervensystem nicht zu überstimulieren. Abends stehen Magnesiumgetränke und alkoholfreie Mocktails zum Runterkommen bereit.
Das Kursangebot ist über eine App zugänglich: Nach der Registrierung können Kurse gebucht werden.
Ab Januar wird zusätzlich ein Abosystem eingeführt, um die Buchung noch flexibler zu gestalten. „Wir sind aber auch oft persönlich vor Ort, sodass man uns ansprechen kann und wir beraten“, sagt Grebener.
45 Jahre lang war diese Adresse das Zuhause des Osnabrücker Traditionsgeschäfts Schmieding, das 1925 gegründet wurde. Der bis heute familiengeführte Raumausstatter zog im März 2025 an den Johannistorwall um. Dort ist das Unternehmen Eigentümer der Geschäftsräume, am Domhof war man Mieter.
Das Gebäude am Domhof 4 befindet sich im Besitz der Evangelischen Stiftungen und ist vielen älteren Osnabrückern noch als Alfa-Haus bekannt. Architektonisch gilt es als frühes Beispiel der Osnabrücker Rundbogen-Architektur.
Ursprünglich war das Gebäude kein Eckhaus: Diese Funktion erhielt es erst im Zuge der Verbreiterung der Lortzingstraße, als das Nachbarhaus Domhof 5 abgerissen wurde.
Zwischen 1976 und 1979 wurde das Alfa-Haus für rund 3,8 Millionen D-Mark umfassend saniert. Dabei erhielt die Fassade am Domhof ihr neoromanisches Erscheinungsbild aus dem Jahr 1853 zurück. Der Name „Alfa-Haus“ geht vermutlich auf ein früher hier ansässiges Haushaltswarengeschäft zurück, das unter dem Slogan „Alles für das Haus“ firmierte.