Osnabrück Wechsel auf Osnabrücker Wochenmärkten: Diese Stände gibt es ab 2026 neu an den Standorten
Ab Anfang Januar wird es neue Gesichter auf den Wochenmärkten in Osnabrück geben. Sechs Standbetreiber hören zum Jahresende auf, für alle gibt es einen Ersatz.
Auf den Osnabrücker Wochenmärkten stehen zum Jahreswechsel einige Wechsel an. Sechs Standbetreiber geben ihr Geschäft auf – Blumen Jenz etwa nach 31 Jahren. Er sei gesundheitlich angeschlagen und brauche eine Pause, erklärte Inhaber Kai-Uwe Jenz im Gespräch mit unserer Redaktion. Noch länger war die Imbissbude Geist auf den Märkten vertreten, schon die Großeltern von Claudia Geist hatten ab 1948 Kaffee auf dem Wochenmarkt ausgeschenkt.
Abschied nehmen müssen die Marktbesucher von der Bäckerei Volkmann, die neben der Marktbude auch ihr Geschäft in Bad Rothenfelde schließt. Ein Käsestand, ein Kartoffelverkäufer und der Gewürzstand Hatke werden im neuen Jahr auch nicht mehr auf den Osnabrücker Wochenmärkten vertreten sein.
Jetzt hat die Stadt Osnabrück bekannt gegeben, wer die leeren Stellen füllen wird. Allerdings gibt es nicht auf allen Wochenmarkt-Standorten – dienstags in der Dodesheide, mittwochs im Schinkel, donnerstags am Ledenhof, freitags am Schölerberg und samstags auf dem Domhof – Ersatz.
Der Samstagsmarkt am Dom ist der größte der Stadt. Dort wird künftig der Imbissstand Stammermann vertreten sein, Pizza gibt es am Stand Argentiero. Zudem füllen Blumen Witte und der Wurst- und Wildstand Tiesmeyer die Lücken. Ab Februar wird der Gewürz- und Kräuterstand Hatke von Betreiber Danehl übernommen. Ebenfalls ab Februar wird Händlerin Rajabova Fast Food aus der tadschikischen Küche anbieten.
Dienstags ist Markt in der Dodesheide. Nach dem Weggang von Claudia Geist übernimmt der Imbissstand Kühn an der Lerchenstraße.
Die Bäckerei Knuf wird donnerstags auf dem Ledenhof Brot und Brötchen verkaufen – und damit die Bäckerei Volkmann ersetzen.
Auf den Wochenmärkten donnerstags am Ledenhof und samstags neben dem Dom ist Madús Café bereits vertreten. Vor einem Jahr hatte Madú Hasekamp den Stand von Linde Müller übernommen. Nun wird sie künftig auch freitags am Riedenbach Kaffee und Snacks anbieten.
Für den Käsestand sei kein Ersatz gefunden worden, sagt Stadtsprecher Simon Vonstein auf Nachfrage. Dirk Dennemann hatte auf dem Markt in der Dodesheide handgemachten Käse angeboten – allerdings sei das Interesse der Osnabrücker gering gewesen, bedauert er. „Sie ziehen holländischen Käse vor.“
Auf dem Markt im Schinkel hört ein Kartoffelverkauf auf. „Es gibt dort bereits weitere Kartoffelverkäufer, das rentiert sich nicht“, erklärt Stadtsprecher Vonstein. „Demnach haben wir hier auch keinen Ersatz.“
Für die Bäckerei Volkmann und für Blumen Jenz gebe es derzeit nur für einen Markt einen Nachfolger, für die anderen Standorte nicht, so Vonstein: „Für Volkmann kommt am Donnerstag Knuf und für Jenz kommt am Samstag Witte.“ Für den Imbissstand von Claudia Geist gibt es eine Nachfolge für Samstag, Dienstag und Freitag, aber nicht für Mittwoch und Donnerstag.
Gerüchte unter Marktgängern, dass auch eine Fahrradreparatur aufhöre, kann Simon Vonstein nicht bestätigen: Der Stadt liege keine Kündigung vor.
Zufrieden mit den Neubesetzungen ist die Interessengemeinschaft Osnabrücker Wochenmarktbeschicker (IOW). „Sie passen gut auf die Wochenmärkte“, sagt Vorsitzender Maik Ebbesmeier. Die IOW sei in die Entscheidungen eingebunden gewesen – für Ebbesmeier ein Indiz, dass sich die Kommunikation mit der Stadt verbessert hat. Noch im Sommer war Kritik laut geworden, als im August der Samstagsmarkt am Dom wegen des Tags der Niedersachsen abgesagt worden war.
Das Ordnungsamt stehe „in Austausch mit den Marktbeschickern und ist auch an Austausch interessiert“, sagt Stadtsprecher Constantin Binder. Doch er betont auch: Die Entscheidung, wer eine Genehmigung für einen Verkaufsstand auf einem Wochenmarkt bekommt, liegt bei der Stadt.