Bremen Beim Bremer Bahnhof: Obdachloser bei Messerangriff schwer verletzt
Ein schwer verletzter Mann hat sich am Dienstagabend in Bremen nach einer Messerattacke noch bis zum ehemaligen Postamt geschleppt. Die Polizei kennt weder seine Identität noch Hinweise zum Täter und sucht Zeugen. Wer ist das Opfer?
Ein bislang unbekannter Mann hat am Dienstagabend in Schwachhausen schwere Verletzungen durch eine Stichwaffe erlitten. Wie die Beamten mitteilen, ereignete sich die Tat gegen 21.30 Uhr an der Gustav-Deetjen-Allee im Bereich des Tunnels.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stammt das Opfer „augenscheinlich aus der Obdachlosen- und Betäubungsmittelszene“. Der Mann konnte bisher keinerlei Angaben zu seiner Person oder dem Vorfall machen. Trotz seiner schweren Verletzungen gelang es ihm offenbar noch, sich zu Fuß vom Tatort zum ehemaligen Postamt an der Straße An der Weide zu begeben. Dort versuchte er, seine Wunden eigenständig mit einem Schal zu verbinden. Passanten bemerkten den Verletzten schließlich und verständigten den Notruf.
Die zuerst am Einsatzort eingetroffenen Polizisten leisteten sofort Erste Hilfe und legten ein sogenanntes Tourniquet (Aderpresse) an, um den Blutverlust zu stoppen. Der Unbekannte wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Eine Lebensgefahr konnte laut Bericht der Behörde zunächst nicht ausgeschlossen werden.
Die Polizei Bremen ist nun auf der Suche nach Personen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zur Identität des Geschädigten sowie zu einem möglichen Täter geben können. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0421 3623888 beim Kriminaldauerdienst zu melden.