Osnabrück  Mehr Grün, weniger Parkplätze: So wird die Bramscher Straße in Osnabrück umgebaut

Jörg Sanders
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Von Jörg Sanders
| 16.12.2025 06:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Beschlossene Sache: Die Bramscher Straße als schmale Straße mit viel Verkehr wird umgebaut. Foto: Karin C. Punghorst
Beschlossene Sache: Die Bramscher Straße als schmale Straße mit viel Verkehr wird umgebaut. Foto: Karin C. Punghorst
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Weniger Parkplätze, keine Radwege, etwas mehr Grün: So wird die Bramscher Straße in Osnabrück nach ihrem Ausbau aussehen.

Die Bramscher Straße in Osnabrück wird umgestaltet. Das hat der Rat der Stadt am Donnerstag einstimmig beschlossen und die Mittel dafür freigegeben. Knapp acht Millionen Euro kostet die Maßnahme, wobei 860.000 Euro an Baunebenkosten schon zuvor bereitgestellt worden waren. Der Rat segnete jetzt die Ausgabe der weiteren 7.119.500 Euro ab.

Was soll mit dem Geld geschehen? Entschieden hat sich der Rat für die Umbauvariante 3 – mit der Ergänzung: im Grundsatz. So sollen später noch Details besprochen werden können. Diese Variante legt den Fokus auf die Seitenräume.

Die Gehwege werden mit mindestens 2,10 Metern breiter als bisher. Rund 900 Quadratmeter Fläche werden entsiegelt. Es sollen neue Bäume gepflanzt werden. Die Fahrbahn hingegen wird nur noch 6,50 Meter breit sein. Das reicht aus, damit sich Busse begegnen können.

Etwa drei Viertel der öffentlichen Parkplätze bleiben bei der nun beschlossenen Variante erhalten – mindestens 169 von 230. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: rund 60 Stellplätze fallen weg. So verschwinden etwa die Kurzzeitparkplätze vor der Apotheke, damit Rad- und Busverkehr nicht ausgebremst werden.

Radfahrer erhalten auf der umgestalteten Bramscher Straße keine eigenen Wege. Sie werden auf der Fahrbahn geführt, auf der Tempo 50 gilt. Aktuell gibt es für Radfahrer in Richtung Haster Mühle weitgehend einen Schutzstreifen.

Piktogramme auf der Fahrbahn sollen künftig auf Radfahrer aufmerksam machen. Zu parkenden Autos ist ein 75 Zentimeter breiter Sicherheitstrennstreifen vorgesehen, um sogenannte Dooring-Unfälle zu verhindern, bei denen Radfahrer durch plötzlich geöffnete Autotüren gefährdet werden.

Bei Tempo 50 wird es voraussichtlich bleiben. Zwar gibt es den Wunsch von Anwohnern und aus der Politik nach mehr Tempo 30 auf der 1,4 Kilometer langen Straße, doch das sei rechtlich nicht umsetzbar, argumentiert die Verwaltung. 65 Prozent der Teilnehmer einer Online-Befragung hatten sich für Tempo 30 ausgesprochen.

Die Stadt hatte der Öffentlichkeit zuvor eine zweite Umbauvariante vorgestellt. Diese Variante 4 wäre mit einer deutlich breiteren Fahrbahn für den Busverkehr optimiert gewesen, hätte aber deutlich mehr Parkplätze gekostet. Nur rund 35 Prozent der Plätze wären dabei erhalten geblieben.

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