Osnabrück  Nach Dubai-Schokolade: Ist das der neue Trend auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück?

Lina Assenheimer
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Von Lina Assenheimer
| 14.12.2025 17:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück zeigt sich ein neuer Trend: Hot Aperol. Foto: Lina Assenheimer
Auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück zeigt sich ein neuer Trend: Hot Aperol. Foto: Lina Assenheimer
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„Mir schmeckt es“: Auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück setzt sich ein neuer Trend durch. Neben Glühwein greifen viele Besucher nun auch zu anderen Getränken – welche sind besonders beliebt?

Letztes Jahr war sie überall auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück: die Dubai-Schokolade. 2025 ist sie kaum noch auffindbar, dafür steht mit dem Hot Aperol ein neuer Trend bereit – diesmal jedoch in flüssiger Form. Ein klassischer Glühwein bleibt zwar beliebt bei den Gästen, doch der Hot Aperol holt auf.

Bei „Tovars Glühwein und Poffertjes“ wird der Hot Aperol in diesem Jahr erstmals von einem Winzer vorgemischt. So bleibt Geschmack und Alkoholgehalt einheitlich und kann an der Bude schnell abgezapft werden, erzählt der Inhaber Bernd Tovar. Die Umstellung scheint sich auszuzahlen: Der Hot Aperol wird dieses Jahr deutlich häufiger bestellt.

Auch andere Getränke kommen bei den Gästen gut an. Weißer Glühwein und Kakao mit weißer Schokolade sind im Vergleich zu den klassischen Varianten stärker nachgefragt als im Jahr zuvor. Neben den Heißgetränken hat sich laut Tovar außerdem der „VFL“-Shorty etabliert – ein nach dem Osnabrücker Fußballverein benannter Schnaps, der seit zwei Jahren und nun mit steigender Tendenz verkauft wird.

Direkt vor dem Stand steht Dennis, der zum ersten Mal einen Hot Aperol trinkt. „Mir schmeckt es“, sagt Dennis mit dem Glas in der Hand und lächelt zufrieden. Auf die Idee sei er allerdings nicht selbst gekommen. Eine Freundin brachte ihm das Getränk mit, ohne dass er vorher davon wusste.

Bei „Kracke’s Glüh Bar“ ist der Hot Aperol ein Dauerbrenner. „Den gibt es bei uns schon seit 2016 oder 2017“, erinnert sich Sandy Kracke. Seit 2023 gehört außerdem der Hot Limoncello zum Sortiment – beide zählen laut Kracke zu den Getränken mit der höchsten Nachfrage am Stand. Aufsteigender Beliebtheit erfreut sich in diesem Jahr ebenso die neue „Zimtzicke“, ein Apfelpunsch mit Zimtschnaps.

„Wir sind dafür bekannt, dass wir immer wieder neue Getränke mit witzigen Namen anbieten“, erklärt Kracke. „Die Kunden freuen sich darüber.“ Manche kämen sogar schon mit der Frage zur Bude, was es in diesem Jahr denn Neues gebe.

Nicht nur die Buden, auch viele Besucher nehmen den neuen Trend wahr. Julia, Lehramtsstudentin in Osnabrück, bemerkt vor allem die Unterschiede zum Vorjahr: „Hot Aperol gab es auch schon im letzten Jahr, aber dieses Jahr ist es mehr im Trend.“

Sie ist der Meinung, dass 2024 deutlich weniger über das Getränk gesprochen wurde. Dieses Jahr hingegen sehe sie es ständig, wenn sie über den Weihnachtsmarkt in Osnabrück geht. „Sogar meine Mutter und all ihre Freundinnen trinken jetzt Hot Aperol“, sagt sie und lacht.

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