Osnabrück Schulden ohne Ende: Gibt Osnabrück zu viel Geld auf einmal aus?
Sparen? Nein, nicht in Osnabrück. Die Stadt erlaubt sich in den kommenden Jahren große Investitionen und riesige Schulden. Der Haushaltsplan 2026/2027: verantwortungslos oder zukunftsorientiert? Hier ein Pro und Kontra zur Schuldenpolitik der Stadt.
Mit großer Mehrheit hat der Osnabrücker Stadtrat einen gewagten Haushaltsplan für 2026 und 2027 verabschiedet. Die Finanzierungslücke ist gewaltig: Es fehlen für beide Jahre zusammen 230 Millionen Euro, um die laufenden Ausgaben zu decken. Hinzu kommen neue Kredite für Investitionen im Umfang von 256 Millionen Euro. Nur FDP/UWG und Linke stimmten gegen den Haushalt.
Osnabrück stemmt sich der allgemeinen wirtschaftlichen Flaute mit einem Investitionsprogramm entgegen, das Rekord-Dimensionen hat. 2026 und 2027 werden zusammen etwa 350 Millionen Euro in die Infrastruktur, in Straßen, Schulen, Sportanlagen und in städtische Tochtergesellschaften investiert. Das ohnehin üppige Investitionsprogramm bekam im November weiteren Schub, als der Rat für den Umbau des Stadions an der Bremer Brücke stimmte. Insgesamt will die Stadt dafür 33 Millionen Euro bereitstellen.
Die Zinsen und Tilgungen für die Investitionskredite werden die nachfolgenden Generationen belasten. Will Osnabrück zu viel auf einmal? Übernimmt sich die Stadt mit den auf Pump finanzierten Projekten?