Halbzeitbilanz Weihnachtszauber  Großer Andrang auf Auricher Hotels im Dezember

| | 12.12.2025 16:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Marco Bordasch (von Links), Adele und Siegfried Göken, Helga Paulokat, die neunjährige Gewinnerin Zoey Beutel, Monika Bijl und Udo Hippen stehen vor der Goldenen 7 auf dem Auricher Weihnachtszauber. Foto: Lasse Paulsen
Marco Bordasch (von Links), Adele und Siegfried Göken, Helga Paulokat, die neunjährige Gewinnerin Zoey Beutel, Monika Bijl und Udo Hippen stehen vor der Goldenen 7 auf dem Auricher Weihnachtszauber. Foto: Lasse Paulsen
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Die Hotels in der Innenstadt sind beinahe ausgebucht, sagt der Vorsitzende des Verkehrsvereins Aurich, Marco Bordasch. Auf dem Weihnachtsmarkt herrschte laut Kaufmannschaft aber leichte Zurückhaltung.

Aurich - Die Touristiker profitieren in diesem Jahr merklich vom Auricher Weihnachtszauber. Mehr als 10.000 Übernachtungen prognostiziert der Geschäftsführer des Verkehrsvereins Aurich, Marco Bordasch, in den städtischen Hotels für den Dezember. Die Hotels seien beinahe ausgebucht. Im vergangenen Jahr seien es etwa 9500 Übernachtungen gewesen. Das gute Wetter spiele bei den höheren Übernachtungszahlen eine große Rolle. Trockenheit und Kälte seien beste Bedingungen für einen Weihnachtsmarkt. Es habe bislang keine Stürme oder Blitzeis gegeben, sodass die Touristen ungehindert nach Aurich gekommen seien. An die Glanzzeiten käme man damit aber noch nicht ran. Vor etwa zehn Jahren habe es im Dezember über 12.000 Übernachtungen gehabt.

Einer der Gründe für die hohe Auslastung der Hotels sei die Werbung, die unter anderem in Nordrhein-Westfalen für den Auricher Weihnachtszauber gemacht werde, sagt Bordasch. Reisegruppen würden zahlreich und zuverlässig nach Aurich kommen. Das gute Gesamtbild trage dazu bei. Es gebe im Vergleich zum vergangenen Jahr wesentlich weniger Großbaustellen. Ein Beispiel sei das Café Extrablatt. „Das wäre natürlich das I-Tüpfelchen, wenn es geöffnet hätte“, sagt Bordasch. Bedenken hatte es im Vorfeld wegen der Sanierung des Cafés gegeben. Nach einem Brand musste der Marktplatz zum wiederholten Mal in eine Baustelle verwandelt werden. Pünktlich zum Aufbau des Weihnachtszaubers sei von den Arbeiten aber nichts mehr zu sehen gewesen, sagt der Vorsitzende der Auricher Kaufmannschaft, Udo Hippen.

Zurückhaltung bei Besuchern

In der zweiten Woche des Weihnachtszaubers gingen etwas weniger Lose über die Theke der Goldenen 7, als im Vorjahr. Der Vorsprung von zehn Prozent aus der ersten Woche ist auf sechs Prozent geschrumpft, sagt Hippen. Trotzdem seien inzwischen mehr als 70.000 Lose von den insgesamt 100.000 verkauft worden. Man habe in den letzten Tagen eine leichte Zurückhaltung bei den Menschen bemerkt. Trotzdem sei die Stimmung der Schausteller und auch die der Händler in der Innenstadt gut. Längere Öffnungszeiten von donnerstags bis sonnabends schlagen sich vor allem bei den Getränkeständen nieder, bestätigt Marktmeister Angelo Kanzler.

Viele Firmen würden ihre Weihnachtsfeiern in der Innenstadt veranstalten, sagt Hippen. Dass der Markt, oder zumindest die Getränkestände von Donnerstag bis Sonnabend bis 23 Uhr geöffnet sind, komme besonders dem Zeitmanagement der Feiernden zugute. Die Gruppen würden häufig in einem Restaurant in der Innenstadt essen und im Anschluss durch das Budendorf auf dem Marktplatz schlendern. Durch die neuen Zeiten könne der Weihnachtszauber an der Stelle etwas mehr Entspannung bieten.

Die Gewinner in der zweiten Woche der Goldenen 7

Einen Stadtgutschein im Wert von 700 Euro gewannen das Ehepaar Adele und Siegfried Göken. „Vermutlich gehen wir damit zu Bening“, so Siegfried Göken. Ganz fest stehe das aber noch nicht. Die Auricherin Helga Paulokat, die ebenfalls einen Stadtgutschein gewann, war sich ebenfalls nicht sicher, an welcher der über 70 Stellen in Aurich sie den Gutschein einlösen will. „Es gibt so viele Möglichkeiten“, sagte sie. Nicht bei der Übergabe am Freitag dabei war Melanie Behrends, die ebenfalls einen Stadtgutschein im Wert von 700 Euro gewann. Auch Stira Omar und Kathrin Meents, die jeweils einen E-Scooter gewannen, kamen nicht zu der Übergabe am Freitag.

In dieser Woche gewann die neunjährige Zoey Beutel bei der Goldenen 7 den größten Preis. Das Mädchen zog ein Freilos und durfte mit 7777 Euro nach Hause gehen. Sie weiß auch schon, welchen Wunsch sie sich damit erfüllen wird: „Ich wünsche mir eine Barbie-Traumvilla.“ Mit dem restlichen Geld wird in die Zukunft investiert. Ihre Pflegemutter Monika Bijl legt das Geld für das Mädchen an, damit es später im besten Fall noch wesentlich mehr davon hat. „Da trifft es genau die Richtige“, sagte Udo Hippen mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

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