Osnabrück  Grüner, sicherer, schöner: OB Pötter eröffnet Bahnhofsvorplatz in Osnabrück

Bernhard Brockhaus
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Von Bernhard Brockhaus
| 12.12.2025 17:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der neue Radboulevard am Hauptbahnhof in Osnabrück wird bereits von Fahrradfahrern genutzt. Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist nun abgeschlossen. Foto: Tobias Saalschmidt
Der neue Radboulevard am Hauptbahnhof in Osnabrück wird bereits von Fahrradfahrern genutzt. Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist nun abgeschlossen. Foto: Tobias Saalschmidt
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Klare Verkehrsregeln für alle, Durchfahrt bis zum Parkhaus für Radler, mehr Bäume und entsiegelte Flächen: Oberbürgermeisterin Katharina Pötter hat den neuen Bahnhofsvorplatz in Osnabrück offiziell eröffnet.

Im Bereich zwischen dem Osnabrücker Hauptbahnhof, Busbahnhof auf der einen und dem Gebäudekomplex mit Kino, McDonalds und Post auf der anderen Seite war in den vergangene Monaten immer mal wieder Baustelle. In mehreren Bauphasen setzte die Stadtverwaltung hier um, was nun mit der Eröffnung durch die Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) als „Umgestaltung des südlichen Bahnhofsvorplatzes“ offiziell abgeschlossen ist.

Begonnen hatten der Umbau teilweise schon vor langer Zeit – etwa mit dem Bau der Radstation, die im Frühling 2023 eröffnet wurde. In diesem Jahr wurde vor allem der prominent platzierte Radboulevard umgesetzt. Statt hunderter, oft herrenlos im Weg stehender Fahrräder, soll nun eine klare Verbindung die Radfahrer direkt zum Parkhaus führen. Provisorische Markierung seien entfernt und durch dauerhafte, klar geführte Wegeverbindung ersetzt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Osnabrück.

Fußwege und Übergänge seien übersichtlicher. Zudem erleichtere ein taktiles Leitsystem Menschen mit Sehbehinderung den Weg bis zum Bahnhofsgebäude. Auch wenn das noch nicht „hundertachtzig Prozent perfekt funktioniert“, sei es schon jetzt eine Verbesserung, so Pötter bei der Eröffnung.

Entlang des Radboulevards seien außerdem 300 Quadratmeter Fläche entsiegelt und bepflanzt worden. In der Bruchstraße kämen noch weitere 110 Quadratmeter sowie fünf neue Bäume hinzu. Auch in der Heinrich-Heine-Straße wurde ein zusätzlicher Baum gepflanzt – für Oberbürgermeisterin Katharina Pötter kleine, aber erfolgreiche Schritte auf dem langen Weg zu einem besseren Stadtklima.

Mike Bohne, Fachbereichsleiter Geodaten und Verkehrsanlagen, lobte die Zusammenarbeit mit der Baufirma Dieckmann. Das Projekt sei keine gewöhnliche Baustelle gewesen, weil die Arbeiten mitten im alltäglichen Trubel am Hauptbahnhof getätigt werden mussten, zwischen An-, Ab- und Lieferverkehr.

Trotz aller Widrigkeiten habe die Baufirma an diesem „Platz des wahren Lebens“ hervorragende Arbeit geleistet und sei im Zeitplan geblieben. Vielleicht habe dabei geholfen, dass die Baufirma von Seniorchef Hartmut Dieckmann den Bahnhofsvorplatz bereits mehrfach umgestaltet habt – erstmal im Jahr 1930, dann 1962 und zuletzt 1999.

Im Projekt enthalten waren unter anderem der Radboulevard, die Sanierung der Heinrich-Heine-Straße, die Umgestaltung der Bruchstraße, neue Grünflächen, ein taktiles Leitsystem und die Modernisierung der Ampelanlage am Knotenpunkt zum Konrad-Adenauer-Ring. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Verwaltung auf rund 2,2 Millionen Euro. Etwa 1,4 Millionen davon kommen als Fördermitteln aus Bundes- und EU-Programmen.

Der Bahnhofsvorplatz wird künftig nur noch über die Heinrich-Heine-Straße mit dem Auto erreichbar sein. Die Bruchstraße ist jetzt eine Einbahnstraße in Richtung Wallring.

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