Berlin  ADAC kritisiert Quoten für Biosprit und E-Fuels – der Grund überrascht

Tobias Schmidt
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Von Tobias Schmidt
| 11.12.2025 12:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Regierung will für höhere Biosprit-Quoten sorgen und E-Fuels vorantreiben. Foto: IMAGO/Rene Traut
Die Regierung will für höhere Biosprit-Quoten sorgen und E-Fuels vorantreiben. Foto: IMAGO/Rene Traut
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Nicht nur mit E-Autos, auch mit CO2-freiem Sprit für Diesel und Benziner soll das Autofahren klimaschonend werden. Die Bundesregierung will daher höhere Mindestmengen für Biosprit und E-Fuels festlegen. Das hält der ADAC von den geplanten Quoten:

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der die Treibhausgasemissionen von Autos mit Verbrennermotor senken soll. Vorgesehen sind höhere Quoten für Bio- oder E-Fuels-Anteile pro Liter Benzin und Diesel. Der ADAC reagiert sehr enttäuscht auf die Pläne – allerdings nicht, wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre, weil sie das Tanken teurer machen könnten:

„Wir halten Nachbesserungen am vom Kabinett vorgelegten Gesetzentwurf zur Treibhausgasquote für zwingend und fordern ambitioniertere Vorgaben“, sagte ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze im Gespräch mit unserer Redaktion. „Vor dem Hintergrund der ausbleibenden Fortschritte beim Klimaschutz im Verkehr ist unverständlich, warum so wenig Impulse für niedrigere CO2-Emissionen im Pkw-Bestand gesetzt werden!“

Der Gesetzentwurf war am Mittwoch vom Kabinett angenommen worden. Er sieht eine Treibhausgasminderung beim Sprit um 25 Prozent bis 2030 und 59 Prozent bis 2040 vor. Dadurch werde „das Tanken Schritt für Schritt klimafreundlicher”, hatte Umweltminister Carsten Schneider (SPD) gelobt.

Der ADAC ist skeptisch: „Mit der Steigerung der Quote erneuerbarer Energien im Straßenverkehr unter Einschluss von Mehrfachanrechnungen auf nur 25 Prozent bis 2030 bleibt der Gesetzentwurf deutlich hinter den Erwartungen zurück“, so Technikpräsident Schulze. Das sei einfch zu wenig, um die bisher viel zu geringen Investitionen in Produktionsanlagen für erneuerbare Kraftstoffe zu steigern.

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