Oldenburg Gute Nachrichten für Pendler: Züge können wieder über die Huntebrücke fahren
Ein Gleis auf der Huntebrücke musste im November komplett gesperrt werden. Der Grund dafür war ein Riss in der Brücke. Das sorgte für massive Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Oldenburg und Bremen. Jetzt steht die Freigabe kurz bevor.
Ein Riss an der Huntebrücke in Oldenburg hat seit Anfang November für erhebliche Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und damit für Unmut bei vielen Pendlern zwischen Oldenburg und Bremen gesorgt. Ein Gleis musste dort gesperrt werden, das zweite konnte nur mit reduzierter Geschwindigkeit (20 Kilometer pro Stunde) befahren werden. Somit gelang es, eine Vollsperrung zu vermeiden.
Jetzt gibt es Entwarnung für Pendler: Nach gut einem Monat können die Züge des Fern-, Nah- und Güterverkehrs ab Dienstag, 9. Dezember, wieder zweigleisig über die Brücke rollen. „Es kann sein, dass es noch etwas dauert, bis sich der reguläre Zugverkehr und die Umläufe wieder eingependelt haben“, sagt ein Bahnsprecher. Er rät Fahrgästen, sich vor Reiseantritt in der App der Deutschen Bahn (DB), unter www.bahn.de oder bei der Nordwestbahn unter www.nordwestbahn.de über die anstehende Fahrt zu informieren.
Um den planmäßigen Zugverkehr wieder zu ermöglichen, musste das rund 500 Tonnen schwere Gegengewicht an der Brücke mit „speziellen Einheiten“ gestützt werden. „Diese Stützen sind ein technisches Unikat, sie wurden in kurzer Zeit geplant und hergestellt“, so der Sprecher. Diese wurden am vergangenen Wochenende angebracht. Wegen dieser Arbeiten wurde die Strecke bis Montagabend vollständig gesperrt. Ab Betriebsbeginn am Dienstag können die täglich mehr als 100 Züge, darunter etwa 90 Reise- und mehr als 30 Güterzüge, das rund 70 Jahre alte Bauwerk wieder passieren. Der Fußweg bleibt aufgrund der Erneuerung der Steuerung der Rollklappbrücke noch bis zum 10. Dezember gesperrt.
Nachdem die Brücke wieder gestützt wird und der Zugverkehr wieder läuft, werden die eigentlichen Reparaturarbeiten erledigt. Dafür müsse zunächst das beschädigte Bauteil am Obergurt ausgetauscht werden. In einem zweiten Schritt soll dies auch auf der gegenüberliegenden Brückenseite geschehen. Auch dafür seien Einzelanfertigungen notwendig, erklärt der Bahnsprecher. Diese Instandsetzungsarbeiten werden voraussichtlich bis ins Frühjahr 2026 andauern, würden sich aber kaum auf den Zugverkehr auswirken.