Osnabrück  VfL Osnabrück: Prozess um Antwerpen-Kündigung verschoben

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 05.12.2025 17:20 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kämpft vor dem Arbeitsgericht gegen seine fristlose Kündigung: Marco Antwerpen, Ex-Trainer des VfL Osnabrück. Foto: Michael Titgemeyer
Kämpft vor dem Arbeitsgericht gegen seine fristlose Kündigung: Marco Antwerpen, Ex-Trainer des VfL Osnabrück. Foto: Michael Titgemeyer
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Marco Antwerpen, der Ex-Trainer des VfL Osnabrück, kämpft gegen seine fristlose Kündigung. Nun wurde der Prozess, der für den 10. Dezember geplant war, vertagt. Das Arbeitsgericht beschäftigt sich mit einem eingereichten Schriftsatz und plant zudem die Ladung von Zeugen.

Nach dem Urteil des DFB-Bundesgerichtes vor anderthalb Wochen werden sich der VfL Osnabrück, sein Ex-Trainer Marco Antwerpen und dessen Assistent Frank Döpper noch einmal vor Gericht treffen - allerdings nicht wie geplant am Mittwoch, 10. Dezember. Der Prozess wurde vertagt.

Vor dem Arbeitsgericht geht es um die fristlose Kündigung, die der Verein gegen die beiden Trainer ausgesprochen hatte, nachdem er von den Vorgängen rund um das NFV-Pokalfinale gegen BW Lohne Ende Mai Kenntnis erlangt hatte. Antwerpen und Döpper sollen im Vorfeld der Partie VfL-Rehatrainer Tim Schütte bedrängt haben, den damaligen Lohner und heutigen Osnabrücker Bernd Riesselmann von einem Einsatz im Finale abzuhalten.

Was zunächst vom DFB-Sportgericht wegen „versuchter Spielmanipulation“ mit einer Sperre von zwölf Monaten für Antwerpen und drei Monaten für Döpper sanktioniert wurde, kassierte das Bundesgericht letztlich wieder ein: Der Ex-Cheftrainer wurde für „unsportliches Verhalten“ nur noch drei Monate gesperrt - und dürfte inzwischen wieder arbeiten. Das Urteil gegen seinen Co-Trainer wurde gänzlich aufgehoben.

Nun wurde die Verhandlung vor dem Arbeitsgericht verschoben. Der Beklagte, also der VfL, habe einen „umfangreichen Schriftsatz eingereicht“, heißt es vom Gericht. Diesen gilt es noch zu prüfen. Über den Inhalt des Schriftsatzes wurde nichts bekannt. Darüber hinaus beabsichtige die Kammer nun zum Prozess auch Zeugen zu laden. Dies war zunächst offenbar nicht geplant.

Wann die Verhandlung genau stattfindet, steht noch nicht fest. Das Gericht hat den Anwälten der beiden Seiten mehrere mögliche Verhandlungstage zwischen Ende Januar und Anfang Februar 2026 vorgeschlagen.

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