Osnabrück DFL-Ausbildungshonorierung: Kein Geld ins Emsland, in Osnabrück nur Geld für den VfL
Die Deutsche Fußball Liga hat Vereine für die Ausbildung und Förderung von Talenten unter 23 Jahren belohnt, die in der vergangenen Saison ihr Debüt in der 1. oder 2. Bundesliga gegeben haben. Diesmal ist kein Amateurverein aus den Kreisen Osnabrück und Emsland dabei - nur ein Profiklub profitiert mit einer kleinen fünfstelligen Summe.
113 Amateurfußball-Vereine sind für die Ausbildung und Förderung von Talenten belohnt worden, die vor der Vollendung ihres 23 Lebensjahres ihr Debüt in der 1. oder 2. Fußball-Bundesliga gegeben haben - aus den Fußballkreisen Osnabrück und Emsland ist diesmal allerdings kein Klub dabei. In die Region floss nur Geld an den VfL Osnabrück für die Ausbildung von Peter Remmert, der in der vergangenen Saison für Schalke 04 sein Zweitliga-Debüt feierte - und auch die dafür fällige Summe kommt nicht im Ansatz an jene heran, die in den letzten Jahren von der DFL in die hiesigen Regionen floss.
Remmerts erster von bisher insgesamt fünf Zweitliga-Einsätzen für Schalke war ein 1:0-Sieg gegen Preußen Münster, der aktuell verletzt ausfallende Stürmer kam als Einwechselspieler und war beteiligt an der Entstehung des Siegtores (hier mehr). Im Sommer 2024 war Remmert nicht ganz ohne Nebengeräusche aus der U19 des VfL zu Schalke 04 gewechselt. Über die DFL-Ausbildungshonorierung bekommen die Lila-Weißen nun 13.500 Euro für die beiden Jahre in der U19 des VfL sowie anteilig Geld für ein weiteres knappes halbes Jahr in der U17 der Lila-Weißen - also insgesamt etwas mehr als 16.000 Euro. Auch der VfB Oldenburg (JFV Nordwest), wo der heute 20-Jährige zuvor eineinhalb Jahre spielte, und vor allem seine beiden Jugendvereine BW Lohne (2016-2020) und SFN Vechta (2009-2016) profitieren.
Zur vergangenen Saison hatte die DFL die Sätze ihrer Ausbildungshonorierung um 25 Prozent erhöht: Klubs, die U23-Debütanten in der 1. und 2. Bundesliga ab der Saison ihres 6. bis zur Spielzeit ihres 11. Geburtstages ausgebildet haben, erhalten ab sofort je 5.250 Euro (zuvor 4.200 Euro) für eine gesamte Saison. Für die Ausbildung in der Spielzeit ihres 12. bis zur Saison seines 21. Geburtstags erhalten die Clubs je 6.750 Euro (zuvor 5.400 Euro) pro Spielzeit. Am besten ausgebildet aus dem Amateurbereich hat diesmal Hertha Zehlendorf aus Berlin, das gleich vier Debütanten in die Bundesligen brachte: Noel Aseo Niki und Kolja Oudenne bei Hannover 96; Nemanja Motika bei Greuther Fürth und David Odogu beim VfL Wolfsburg.
Im vergangenen Jahr hatte der VfL Osnabrück noch fast 100.000 Euro aus der DFL-Ausbildungshonorierung erhalten für die Bundesliga-Debüts von Luca Böggemann, Florian Kleinhansl, Niklas Niehoff, Nuha Jatta und Montell Ndikom. Damals profitierten auch der OSC (Jatta) und der SSC Dodesheide (Ndikom) von Summen jenseits der 20.000 Euro - also mehr, als der VfL diesmal erhält. Aus dem NLZ des SV Meppen hatte in der vergangenen Saison kein U23-Fußballer den Sprung in die Bundesliga geschafft - ebenso wenig ein Akteur mit Vergangenheit in einem Amateurklub aus dem Emsland. Im vergangenen Jahr hatte der SVM 13.500 Euro für das Niehoff-Debüt bei seinem damaligen Verein Holstein Kiel kassiert.