Osnabrück  VfL Osnabrück: Fällt Topjoker Ismail Badjie bis Jahresende aus?

Malte Artmeier
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Von Malte Artmeier
| 02.12.2025 12:40 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Könnte dem VfL Osnabrück für den Rest des Jahres fehlen: Ismail Badjie. Foto: Michael Titgemeyer
Könnte dem VfL Osnabrück für den Rest des Jahres fehlen: Ismail Badjie. Foto: Michael Titgemeyer
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Beim 1:4 in Verl fehlte dem VfL Osnabrück der Matchwinner der letzten Wochen: Ismail Badjie. Der Verein hält sich zu dessen Muskelverletzung bedeckt, es droht aber wohl ein längerer Ausfall. Dazu gibt es nach der Pleite in Ostwestfalen einen weiteren verletzten Profi.

Bei der 1:4-Niederlage am Sonntag gegen den SC Verl wurde er schmerzlich vermisst: Ismail Badjie hatte den VfL Osnabrück in den Wochen zuvor als Einwechselspieler zu den beiden 1:0-Siegen in Cottbus und gegen Ingolstadt geschossen, musste aber am ersten Advent aussetzen. Am Mittwoch zuvor zog sich der 20-jährige Flügelstürmer im Training eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Ein Einsatz in Verl war unmöglich.

Dabei hätte der formstarke Badjie in der Partie definitiv helfen können - vielleicht wieder von der Bank, gerade als der VfL nach dem Anschlusstreffer durch David Kopacz wieder ins Spiel fand (56.), vielleicht aber sogar auch von Beginn an. Es war nach dem 0:0 gegen den MSV Duisburg am 1. November die zweite Partie, die Badjie in dieser Saison mit einer Muskelverletzung verpasste. Während er damals nur wenige Tage fehlte, ist die Blessur diesmal schwerwiegender.

Der VfL hält sich in der Sache merklich bedeckt. Noch am Freitag vor dem Spiel in Verl kommunizierte er via X, Badjies Einsatz sei fraglich und er leide an „muskulären Problemen“ - dabei war ein Einsatz bereits am Mittwoch nach ersten Untersuchungen mindestens unwahrscheinlich, eher sogar unmöglich. Zur genauen Diagnose und Ausfallzeit wollte der Club auf Nachfrage auch zu Beginn dieser Woche nichts sagen. Dem Vernehmen nach ist ein Ausfall bis Jahresende durchaus realistisch. Damit würde Badjie die verbleibenden drei Partien gegen Wehen Wiesbaden (Samstag, 14 Uhr), in Ulm (12. Dezember, 19.30 Uhr) und gegen Stuttgart II (20. Dezember, 14 Uhr) verpassen.

Es wäre ein bitterer Ausfall, schließlich war Badjie nicht nur in Topform, sein Spielerprofil als dynamischer Sprinter mit gutem Dribbling ist im VfL-Kader fast einzigartig, wie auch Trainer Timo Schultz bereits mehrfach betonte. Einzig Tony Lesueur, der sein Potenzial in seinen bisherigen Einsätzen aber nur teilweise andeuten konnte, bringt ähnliche Qualitäten mit.

Dazu hat sich mit Kai Pröger in Verl eine weitere Offensivoption verletzt. Der 33-Jährige kam nach guten Trainingsleistungen in den Vorwochen zur zweiten Halbzeit in die Partie und besetzte die rechte Außenbahn. Der Sommerneuzugang (aus Regensburg) fügte sich anfangs ordentlich ins VfL-Spiel ein - zeigte dann unmittelbar vor den beiden Gegentreffern zum 1:3 und 1:4 aber an, dass er Probleme an der Wade habe. Die VfL-Bank reagierte, allerdings erst nach den beiden Gegentoren. Pröger musste 23 Minuten nach seiner Einwechslung raus und humpelte - ähnlich wie Badjie beim Mittwochstraining zuvor - nach der Partie dick bandagiert übers Feld und später in den Mannschaftsbus.

Wie lange Pröger, der bislang den eigenen Erwartungen und denen des Clubs hinterherläuft, ausfällt, blieb zu Wochenbeginn noch offen. Hoffnung besteht, dass der Offensivmann in diesem Jahr noch auf den Platz zurückkehrt - immerhin teilte der VfL am Dienstag via Instagram mit, dass ein Einsatz am Samstag gegen Wehen Wiesbaden „nicht ausgeschlossen“ sei.

In Verbindung mit Badjies kurzfristigem Ausfall gegen Duisburg sind diese beiden Muskelverletzungen bislang die ersten dieser Art im Saisonverlauf beim VfL. Die medizinische Abteilung um Head of Performance Sebastian Schwermann und Athletikcoach Tim Schütte hatte es zuletzt geschafft, solche Blessuren fast komplett auszumerzen. Andere Ausfälle waren bislang ausschließlich auf Krankheiten oder Bänderverletzungen mit Gegnereinwirkung zurückzuführen.

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