Osnabrück  Wie Traditionen bei „Bernhards Imbiss“ in Osnabrück mit Karolina Sander weiterleben

Lina Assenheimer
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Von Lina Assenheimer
| 04.12.2025 05:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Karolina Sander arbeitet seit April 2013 in dem kleinen Imbiss, den Bernhard Lübke 2007 gegründet hatte. Foto: Swaantje Hehmann
Karolina Sander arbeitet seit April 2013 in dem kleinen Imbiss, den Bernhard Lübke 2007 gegründet hatte. Foto: Swaantje Hehmann
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Trauer, Treue, Tradition: Nach dem Tod des Inhabers Bernhard Lübke betreibt nun Karolina Sander „Bernhards Imbiss“ in der Klöcknerstraße 13. Unterstützt wird sie dabei nicht nur von ihrer Mutter – auch von den Kunden.

Bernhards Imbiss in der Klöcknerstraße 13 in Osnabrück bleibt nach dem Tod des Gründers Bernhard Lübke bestehen, denn Karolina Sander hat den Betrieb übernommen. Seit Mitte Oktober ist das Gewerbe offiziell auf sie angemeldet.

Sander arbeitet seit April 2013 in dem kleinen Imbiss, den Lübke 2007 gegründet hatte. Schon länger war vorgesehen, dass sie das Geschäft eines Tages weiterführt – ursprünglich jedoch mit Blick auf Lübkes Ruhestand. Sein Ableben im Herbst 2025 änderte diesen Plan: Nach drei Wochen Betriebsurlaub folgte eine dreiwöchige Trauerpause, bevor der Imbiss wieder öffnen konnte.

„Die ersten zwei Wochen waren herausfordernd“, sagt Sander. Vor allem seien die Gespräche mit Kunden, die vom Tod des früheren Inhabers noch nichts wussten, schwer für sie gewesen. Sander stand nun ohne ihren langjährigen Chef, Kollegen und Freund da – und musste sich viele Abläufe selbst beibringen. Heute stemmt sie den Betrieb mit der Unterstützung ihrer Mutter. Diese helfe zur Mittagszeit aus, dann sei nämlich besonders viel los.

So schwer die Situation für Sander und die Familie war, so groß war zugleich die positive Resonanz der Kundschaft. „Schön, dass ihr weitermacht!“, hörte Sander nicht nur einmal.

Im Imbiss kannten die Gäste die beiden stets beim Vornamen: Karo und Bernhard. Dieses freundschaftliche und familiäre Verhältnis prägt Sanders Alltag bis heute. „Manchmal bereite ich den Kaffee oder die Brötchen schon vor, sobald ich das Auto parken sehe“, erzählt sie und lacht. Genau diese Stammkundschaft sei der eigentliche Rückhalt des Ladens.

Am Konzept möchte Sander nichts ändern: „Ich mache genauso weiter, wie Bernhard Lübke angefangen hat.“ Nur kleine Ergänzungen sind geplant. Ab Januar sollen einige neue Produkte ins Angebot kommen – etwa eine Jägersoße.

Eine Tradition führt die neue Inhaberin ebenfalls fort: Wie jedes Jahr gibt es auch 2025 am letzten Tag vor den Feiertagen kostenlosen Weihnachtskaffee. Am Montag, 22. Dezember, geht der Imbiss dann in die Weihnachtspause.

Bernhards Imbiss befand sich bis 2019 bei Kinnius in der Klöcknerstraße 35. Danach zog der Betrieb wenige Hausnummern weiter in die Klöcknerstraße 13 bei Neopur. Dort arbeitete Gründer Bernhard Lübke bis zu seinem Tod. Heute führt Karolina Sander den Imbiss an gleicher Stelle weiter.

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