Osnabrück  Teil der Mindener Straße in Osnabrück ab Sommer 2026 für 20 Monate voll gesperrt

Jörg Sanders
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Von Jörg Sanders
| 01.12.2025 06:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Mindener Straße in Osnabrück hat schon bessere Zeiten gesehen. Das gilt ebenso für die teilweise maroden Gehwege. Foto: André Havergo
Die Mindener Straße in Osnabrück hat schon bessere Zeiten gesehen. Das gilt ebenso für die teilweise maroden Gehwege. Foto: André Havergo
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Die Stadt geht ab Sommer 2026 die marode Mindener Straße in Osnabrück an. Dafür wird sie voll gesperrt.

Die Stadt Osnabrück baut die Mindener Straße aus. Allein für den ersten Bauabschnitt wird die Straße für voraussichtlich 20 Monate voll gesperrt.

Dieser umfasst den Abschnitt Burg Gretesch/Stadtweg bis Auf dem Winkel. Der Bauabschnitt werde in fünf jeweils voll gesperrte Baufelder aufgeteilt, erklärte Mike Bohne, Fachbereichsleiter Geodaten und Verkehrsanlagen, dem Stadtentwicklungsausschuss. So sollen auch weiterhin alle Anlieger, vor allem auf gewerbliche, möglichst auf ihre Grundstücke kommen. Eine Vollsperrung sei jedenfalls unumgänglich, betonte er.

Im Sommer 2026 sollen die Bauarbeiten starten. Fahrbahn und Gehwege werden bis zum Frühjahr 2028 erneuert. Die Stadtwerke erneuern Leitungen und Beleuchtung.

Volkmar Seliger von den Grünen monierte die Umleitungsstrecke für die Radfahrer. Das sei ein sehr weiter Umweg. Ginge das nicht kürzer? Oder gar durch die Baustelle?

Darüber hinaus kritisierte er den geplanten gemeinsamen Geh- und Radweg. Der wäre dann auch für Radfahrer benutzungspflichtig, die mit Rücksichtnahme auf die Fußgänger Schritttempo fahren müssten – und das auf einer Hauptroute für den Radverkehr.

Er plädierte für einen Gehweg mit dem Zusatzzeichen „Fahrrad frei“, dann dürften die Radfahrer auch auf der Straße fahren. Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn könnten auf den Radverkehr hinweisen. „Nur bitte keine Benutzungspflicht“, richtete er seinen Appell an die Verwaltung.

Zum Hintergrund: Aufgrund der geringen Breite sind breite Geh- und Radwege nicht möglich. Die Stadt hatte versucht, Grund von Anwohnern zu kaufen, um mehr Platz zu haben, doch da machten diese nicht mit. Daher ist lediglich ein 2,50 Meter breiter gemeinsamer Geh- und Radweg geplant, die Fahrbahn wird auf 6,50 Meter reduziert.

Nach der Baustelle ist übrigens vor der Baustelle: Die 20-monatige Sperrung zum Ausbau des besagten Abschnittes ist nur ein Teil der Gesamtmaßnahme, bestätigte Bohne auf die Frage von Annette Meyer zu Strohen (CDU).

Denn drei Bauabschnitte sind ab Mitte 2026 vorgesehen – vom Heiligenweg bis zum Auf dem Winkel. Bis 2032 oder 2033 könnte das dauern.

Beschleunigungsvergütung und Sechs-Tage-Woche: Bohne versicherte dem Ausschuss, es würden alle Mittel ausgeschöpft, um die Bauarbeiten möglichst schnell abzuschließen.

Letztlich war es in dem Ausschuss aber nur um die Freigabe der Baukosten über 3,8 Millionen Euro gegangen, die dieser einstimmig absegnete. Das letzte Wort hat der Rat am 9. Dezember.

Dieser hatte im Sommer bereits rund 900.000 Euro an Planungsmitteln freigegeben. Ergibt: rund 4,7 Millionen Euro. Allerdings hofft die Stadt auf eine Förderung über 1,8 Millionen Euro.

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