Osnabrück  Bewohnerparken in der Osnabrücker Wüste wird ausgeweitet

Jörg Sanders
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Von Jörg Sanders
| 28.11.2025 11:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Parkdruck ist im Osnabrücker Stadtteil zuweilen immens. Teilweise übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Eine Folge: viele Falschparker. Foto: Michael Gründel
Der Parkdruck ist im Osnabrücker Stadtteil zuweilen immens. Teilweise übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Eine Folge: viele Falschparker. Foto: Michael Gründel
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Um den Parkdruck in einem Teil der Osnabrücker Wüste für die Anwohner zu verringern, führt die Stadt eine neue Bewohnerparkzone ein.

Anwohner werden sich freuen, Fremdparker wird es ärgern: Das Bewohnerparken in Osnabrücks Wüste wird ausgeweitet. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstag beschlossen.

In weiten Teilen der Wüste brauchen Autofahrer schon lange einen Bewohnerparkausweis zum zeitlich unbegrenzten Parken. 120 Euro kostet dieser im Jahr – ein fester und garantierter Parkplatz ist damit aber nicht verbunden. Autofahrer ohne den Ausweis dürfen mit der Parkscheibe maximal drei Stunden (kostenlos) parken, wobei es künftig nur noch zwei Stunden sein werden.

Das Bewohnerparkengebiet wird um das Gebiet 23 sowie einen kleinen Teil des Gebiets 21 erweitert. Das sind die Bereiche zwischen Schlosswall, Hermannstraße, Koksche Straße, der Bahntrasse, der Sand- und Rehmstraße. Dort ist die Nachfrage nach Parkplätzen höher als das Angebot, wie die Stadt im April bei einer Zählung herausfand.

Aktuell können alle Autofahrer in diesen beiden Gebieten kostenlos und zeitlich unbegrenzt parken. Das Bewohnerparken soll den Parkdruck verringern, indem es Parkplätze primär für die Anwohner vor- und Fremdparker verstärkt heraushält.

Es entsteht die neue Bewohnerparkzone P. Künftig benötigen Autofahrer also auch dort einen entsprechenden Ausweis – oder die Parkscheibe an der Windschutzscheibe.

Darüber hinaus könnte auf dem Parkplatz des Moskaubads bis Ende 2028 eine öffentliche Quartiersgarage entstehen. Auch darüber hätte der Ausschuss am Donnerstag beraten sollen, doch die Zeit reichte aufgrund der langen Agenda nicht aus. Ohne Empfehlung gab der Ausschuss die Garage in den Rat, der am 9. Dezember über sie entscheiden soll.

Im Finanzausschuss am Dienstag hatte sich die CDU gegen die Quartiersgarage ausgesprochen. Zu groß sei das finanzielle Risiko, sollte diese nicht akzeptiert und genutzt werden.

Auch die Sommerstraßen und die vom Jugendparlament eingebrachten Tisch-Bank-Kombinationen überließ der Stadtentwicklungsausschuss zeitlich bedingt dem Rat ohne Empfehlung zur Entscheidung.

Die Zustimmung für knapp 200 Tische und Bänke für Spiel- und Bolzplätze, Schulhöfe und öffentliche Plätze dürfte als sicher gelten. „Da sind wir uns doch wohl alle einig“, sagte Annette Meyer zu Strohen von der CDU.

Der Finanzausschuss hatte sein Ja bereits am Dienstag gegeben, und auch von der Stadtverwaltung bekommt das Anliegen der Jugend Rückenwind.

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