Aktion für Kindernothilfe  Drehorgelmann mit Herz – Auricher auf Spendentour

Werner Jürgens
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Von Werner Jürgens
| 26.11.2025 15:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ob Folklore, HipHop, Klassik, Rock oder aktuelle Chart-Hits: Heinz-Wilhelm Schnieders kann mit seiner Drehorgel nahezu jeden Musikgeschmack bedienen. Foto: Werner Jürgens
Ob Folklore, HipHop, Klassik, Rock oder aktuelle Chart-Hits: Heinz-Wilhelm Schnieders kann mit seiner Drehorgel nahezu jeden Musikgeschmack bedienen. Foto: Werner Jürgens
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Von Aurich bis Osnabrück: Der Auricher Drehorgelmann Heinz-Wilhelm Schnieders sammelt während seiner Weihnachtstour wieder Spenden für den guten Zweck – in diesem Jahr mit einer Besonderheit.

Aurich - Er hat reichlich Hits auf dem oder besser gesagt: in seinem Kasten. Wie jedes Jahr ist Heinz-Wilhelm Schnieders aus Aurich auch 2025 während der Adventszeit wieder in ganz Norddeutschland unterwegs, um die Menschen in Fußgängerzonen und auf Weihnachtsmärkten mit seiner Drehorgel zu erfreuen. Musikwünsche erfüllt er sehr gerne, am liebsten gegen eine kleine Spende. Das eingesammelte Geld behält er nicht für sich. Es wird wie immer in vollem Umfang für einen guten Zweck gespendet.

Heinz-Wilhelm Schnieders tritt längst nicht mehr nur in seiner ostfriesischen Heimat auf. Sein Aktionsradius reicht mittlerweile bis in den Harz und nach Osnabrück. Die aktuelle Weihnachts-Tour 2025 beginnt in der letzten Novemberwoche und endet am 28. Dezember am verkaufsoffenen Sonntag in Aurich. Dazwischen ist er mit wenigen Ausnahmen fast jeden Tag im Einsatz. Es gibt einige feste Wochentage, an denen er an einem Ort spielt, so zum Beispiel donnerstags in Aurich (beginnend ab dem 27. November) und montags in Norden (beginnend ab dem 1. Dezember). Darüber hinaus wird er in diesem Jahr unter anderem noch in Emden, Leer, Esens, Ihlow, Cloppenburg, Lingen sowie in Osnabrück und in Oldenburg zu sehen und zu hören sein.

Das ist neu im Tourprogramm

Erstmals wird es auch einige Konzertauftritte geben; und zwar am Sonnabend, 13. Dezember, auf dem Markt in Bad Zwischenahn mit weihnachtlichen Hits sowie am zweiten Adventssonntag in der Schlosskapelle Clemenswerth mit klassischen Darbietungen. „Darauf freue ich mich ganz besonders“, gesteht Schnieders, der stilistisch ohnehin sehr breit aufgestellt ist. Sein Repertoire, das er auch schon auf diversen Tonträgern verewigt hat, geht von Pop und Rock über Dance und HipHop bis hin zu internationaler Folklore aus Afrika, Südamerika und Fernost. Traditionelle Weihnachtslieder gehören ebenso dazu wie Chart-Hits neueren Datums. Wer für seine Spende einen Musikwunsch hat, bekommt diesen deswegen oft prompt erfüllt. Möglich ist das, weil der gelernte Musiklehrer seine Arrangements per Computerprogramm selber erstellt. „Der Computer ersetzt mir lediglich das Lochband“, erläutert Schnieders das Prinzip. „Die Pfeifen werden dann über das Programm elektromagnetisch angesteuert. Abgesehen davon läuft alles genauso wie bei einer herkömmlichen Drehorgel.“

Hohes Ziel gesteckt

Das Geld, das Heinz-Wilhelm Schnieders einnimmt, wird er komplett an die Kindernothilfe spenden und zwar für Projekte, die nach der „1+3=4“-Formel finanziert werden. Dabei übernimmt die Kindernothilfe einen Anteil von 25 Prozent und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung legt noch einmal 75 Prozent obendrauf. Gefördert werden damit „zeitlich befristete, nachhaltige Entwicklungsprojekte, die stets sämtliche Strukturen einbeziehen – von der Dorfgemeinschaft bis hin zur nationalen politischen Ebene“, wie es in einer Presseinformation der Kindernothilfe heißt. „Das bedeutet: Wir arbeiten immer mit lokalen Partnern zusammen, sprechen mit Kindern und Erwachsenen vor Ort und finden dann gemeinsam Lösungen, die Mädchen und Jungen in ihrem Lebensumfeld unterstützen – und zwar nachhaltig.“ Im vergangenen Jahr hatte Heinz-Wilhelm Schnieders mit 5300 Euro an Spendengeldern eine neue persönliche Bestmarke aufgestellt. „Natürlich ist das auch immer ein bisschen vom Wetter abhängig“, resümiert der Drehorgelmann. „Aber ich habe mir schon zum Ziel gesetzt, zu versuchen, meinen Rekord in diesem Jahr noch einmal zu übertreffen.“

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