Osnabrück  Krippenvielfalt aus aller Welt: Hirtenfiguren im Diözesanmuseum Osnabrück

Lukas Reynert
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Von Lukas Reynert
| 25.11.2025 14:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
„Was suchst du?“ Wer durch die Löcher der Krippe guckt, die in Kooperation mit der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück entstanden ist, sieht man unterschiedliche Szenen. Foto: Lukas Reynert
„Was suchst du?“ Wer durch die Löcher der Krippe guckt, die in Kooperation mit der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück entstanden ist, sieht man unterschiedliche Szenen. Foto: Lukas Reynert
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Hirten, die von Lamas und Pumas zum Jesuskind begleitet werden? In anderen Kulturen ist das nicht unüblich. Das zeigt in diesem Jahr die Krippenausstellung im Diözesanmuseum Osnabrück.

Zur Weihnachtszeit verwandelt sich das Diözesanmuseum Osnabrück in eine Welt voller Krippen. Unter dem Motto „Kommet ihr Hirten“ zeigen 63 Krippen, wie unterschiedlich Hirtenfiguren in verschiedenen Kulturen dargestellt werden. Erstmals ist auch eine Krippe der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück zu sehen.

In der Bibel erfährt man nur wenig über Hirten. Zwar waren sie die Ersten, die von der Geburt Jesu hörten, doch darüber hinaus ist nur wenig überliefert. Im traditionellen Bild einer Krippe waren stets drei männliche Hirten dargestellt. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts kamen auch Darstellungen von Frauen und Kindern hinzu.

Zur Weihnachtszeit zeigt das Diözesanmuseum Osnabrück seit 25 Jahren eine Krippenausstellung. Unter dem Motto „Kommet ihr Hirten“ haben das Museum und der Verein der Krippenfreunde in diesem Jahr 63 Krippen aus Osnabrück, dem Münsterland, Böhmen, Frankreich und Spanien ausgewählt. Ein Tragaltar aus Peru enthält mit rund 150 Figuren die meisten der Ausstellung.

„Daran lässt sich erkennen, dass andere Kulturen auch ein anderes Bild von Hirten haben. Hier werden sie von Lamas und Pumas begleitet“, erklärt Gerhard Lohmeier vom Verein der Krippenfreunde.

Erstmals ist neben der Ausstellung auch die Krippe „Was suchst du?“ zu sehen, die in Kooperation mit der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück entstanden ist. Sie wurde in diesem Jahr von fünfzehn Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gebaut. „Je nachdem, durch welches der drei Löcher man in die Krippe schaut, entdeckt man unterschiedliche Szenen von Frieden, aber auch von Krieg“, sagt Museumspädagogin Jessica Löscher.

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