Osnabrück Was kosten Glühwein, Wurst, Mandeln & Co. auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück?
Osnabrück bleibt überwiegend stabil: Die Preise auf dem Weihnachtsmarkt haben sich im Gegensatz zum Vorjahr nur wenig verändert. Das ist anderswo nicht so.
In Düsseldorf kostet der Becher Glühwein fünf Euro, andernorts noch mehr, berichtete die Nachrichtenagentur dpa jüngst. Im Internet ließen die Reaktionen auf die Preissteigerungen nicht auf sich warten. Als Gründe für die Erhöhung wurden vom Bundesverband der Deutschen Weinkellereien die schlechte Ernte für Fruchtweine sowie die gestiegenen Kosten für Fracht, Verpackung, Löhne und Energie angeführt.
Und Osnabrück? Hier bleibt der Preis für das wichtigste Produkt des Weihnachtsmarkts seit 2023 gleich. Vier Euro müssen die Kunden für das Heißgetränk bezahlen – plus drei Euro Becherpfand. Beide Beträge sind im Vergleich zum vergangenen Jahr gleich geblieben. 2024 wurde der Becherpfand von zwei auf drei Euro angehoben.
„Wir können und wollen uns nicht mit Großstädten messen, die die Preise für einen Becher Glühwein zum Teil auf fünf oder sechs Euro erhöht haben“, sagt Bernhard Kracke jun., Vorsitzender des Schaustellerverbands Weser-Ems. „Wir haben bei der letzten Erhöhung gesagt, dass die Preise erstmal stabil bleiben sollen“, so Kracke.
Auch andere wärmende Klassiker des Weihnachtsmarkts sind preisstabil. Die Feuerzangenbowle kostet nun sechs Euro pro 0,25-Liter-Becher.
Der Weihnachtsmarkt besteht aber nicht nur aus Glühweinbuden. Die Preise für Bratwurst (3,50 Euro), Mandeln (4 Euro pro 100 Gramm-Tüte) oder Kräuterbonbons (3,50 Euro pro 120 Gramm-Tüte) sind stabil. Gestiegen sind aber die Preise für Crêpes mit Schokolade und für die Portion Reibekuchen (von fünf auf sechs Euro für drei Reibekuchen). Die Kosten für Kartoffeln, Fett, Apfelmus und Personal seien gestiegen, sagt Carmen Treuner, die seit Jahren die Kartoffelpuffer brät. Sie glaubt aber nicht, dass die Menschen weniger Reibekuchen essen. „Mit sechs Euro ist man gut dabei. Und man wird satt.“
Satt wird man auch an der Glühwein-Bude von Bianca Orlovsky auf dem Platz des Westfälischen Friedens. Sie verkauft nicht nur das Heißgetränk, sondern auch Gulaschsuppe, Grünkohl mit Mettwurst, Steckrübeneintopf mit Fleischeinlage und andere deftige Gerichte. Die sind aber in diesem Jahr etwas teurer als sonst und kosten 7,50 Euro. „Der Chef hat lange keine Preiserhöhung mehr gemacht“, sagt sie. Aber nun sei ihm angesichts gestiegener Rohstoffpreise nichts anderes mehr übrig geblieben. Bianca Orlovsky, die seit 13 Jahren auf dem Weihnachtsmarkt arbeitet, rechnet mit Beschwerden, sagt sie.
Vor 25 Jahren wurde die Kräuterbonbon-Bude zum ersten Mal auf dem heutigen Standort neben dem Rathaus aufgebaut. Damals habe eine Tüte vier Mark gekostet, sagt Gunda Schmidt. Heute kostet sie 3,50 Euro. Im vergangenen Jahr wurde die Befüllung der Tüten von 125 Gramm auf 120 Gramm reduziert. „Das ist ein Bonbon“, sagt sie. Wer von dem süßen Naschwerk nicht genug bekommen kann, der erhält bei Gunda Schmidt auch einen Riesen-Lolli. Der kostet 30 Euro. Für kleinere Leckermäuler und einen schmalen Geldbeutel gibt es auch Lutscher für einen Euro.