Osnabrück Darauf freuen sich die Menschen beim Weihnachtsmarkt in Osnabrück
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter sagt über den Osnabrücker Weihnachtsmarkt bei dessen Eröffnung am Montag, er sei der schönste der Welt. Zuspruch bekommt sie von zwei Menschen, die von der anderen Seite des Planeten in die Hasestadt kommen.
Sie freue sich auf die Runde im historischen Karussell von Telsemeyer vor dem Rathaus, die obligatorische Fahrt im Riesenrad mit Blick auf das winterliche Osnabrück, sagt Katharina Pötter vor ihrer offiziellen Rede zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts. Ihre markigen Worte, der hiesige Weihnachtmarkt sei der schönste auf dem schönsten Platz Deutschlands, werden von zwei Besuchern quasi bestätigt.
Linsell Richards ist Neuseeländer, lebt in Norwegen und besucht momentan die Osnabrücker Universität. Er ist zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück. Er hat sich einen Glühwein und eine Tüte Mandeln gekauft und sieht zufrieden aus. Der Weihnachtsmarkt in Osnabrück sei sehr gemütlich, sagt er. „In Neuseeland ist an Weihnachten Sommer. Hier ist es fast wie im Märchen.“
Auch Phyusnkyi ist begeistert. Sie kommt aus Burma, wo der Weihnachtsmann auch ohne sein Kostüm ziemlich schwitzen würde. Sie trinkt heißen Apfelpunsch und schwärmt von der süßen Dekoration des Weihnachtsmarkts. Ihr Freund Tristan Gräler mag es handfester. „Ich freue mich einfach aufs Essen“, sagt er. In Asien, wohin das Paar oft reist, gebe es viel Streetfood. Das finden sie hier auf dem Weihnachtsmarkt auch. Besonders die Rindfleisch-Spieße haben es ihnen angetan.
Heißer Kakao mit Amaretto, Schokofrüchte und Glühwein – darauf freuen sich Greta Läken und Ava Jamin. Sie wollen den Weihnachtsmarkt mehrere Male besuchen, sagen sie. „Weihnachtsmarkt ist wie Maiwoche im Winter.“
Corinna Koppelmann aus Wissingen schätzt am Weihnachtsmarkt das gesellige Zusammensein mit ihren Kollegen mit Punsch und Glühwein. Das Ambiente mit dem großen Weihnachtsbaum vor dem Rathaus und den historischen Gebäuden gefällt ihr auch sehr. Am meisten freut sie sich am ersten Tag des Weihnachtsmarkts auf ihren Sohn. Der spielt in der Bläsergruppe der Musik- und Kunstschule zur Eröffnung auf. Anschließend freut er sich auf seine erste Weihnachtsmarkt-Bratwurst.
Nachdem Corinna Koppelmanns Sohn und seine Mitstreiter den letzten Ton gespielt haben, tritt die Oberbürgermeisterin ans Mikrofon. Sie weist auf die Wahrzeichen des Weihnachtsmarkts hin: die größte Spieluhr der Welt vor dem Theater oder der Nussknacker vor dem Dom. „Die suchen ihresgleichen in Deutschland.“ Insgesamt bieten 108 Stände auf dem Weihnachtsmarkt Kunsthandwerk oder kulinarische Spezialitäten oder Getränke an.
Bei der Eröffnung des Weihnachtsmarkts war auch ein größeres Aufgebot an Sicherheitskräften vor Ort. So könne der Weihnachtsmarkt gemütlich und friedlich stattfinden, so Katharina Pötter.
Auch Bernhard Kracke, Vorsitzender des Schaustellerverbands Weser-Ems, geht auf die (sicherheits-)politische Weltlage ein. Aber der Weihnachtsmarkt biete eine gute Gelegenheit, den Alltag und die schlechten Nachrichten hinter sich zu lassen und eine unbeschwerte Zeit zu genießen. Kracke sagt zudem, dass es für die Schausteller eine wichtige Zeit ist, um Geld zu verdienen. Davon profitiere aber auch Osnabrück. „Die vielen Besucher bringen auch Geld in die Stadt.“